Gewichtsklassen werden geändert

Lkw-Maut ab Juli auch auf B 7 fällig

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Kostenpflichtig: Ab dem 1. Oktober müssen Lkw ab 7,5 Tonnen für die Nutzung der B7 zwischen der Autobahnabfahrt Kassel-Ost und Niederkaufungen-Süd Mautgebühren zahlen.

Kaufungen / Kassel / Vellmar. Mit Beginn des Julis wird in Deutschland das Mautgesetz für Lkw auf weitere 1100 Kilometer Bundesstraßen ausgeweitet.

Betroffen davon sind auch einige Strecken in und um Kassel. So ist ab dem 1. Juli die B 7 zwischen der Abfahrt Kassel-Ost und der Abfahrt Niederkaufungen Süd sowie zwischen der Abfahrt Schäferberg (Espenau) und der Warburger Straße in Kassel mautpflichtig. In Kassel selbst sind die Zubringer vom Auestadion bis zur A 49 sowie die B 83 zwischen Waldau und der Autobahnabfahrt Kassel-Waldau betroffen.

Zusätzlich zu den Streckenerweiterungen werden auch die Gewichtsklassen der Lkw geändert. Wurden bislang nur Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht ab zwölf Tonnen belangt, trifft die Mautpflicht ab dem 1. Oktober bereits auf Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen zu.

Erst dann wird auch auf der B 7 in Kaufungen zur Kasse gebeten. Denn: „Alles über zwölf Tonnen darf da gar nicht lang fahren“, sagt Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß (SPD). Danach aber müsse man auch gucken, ob Speditionen nicht durch das Gewerbegebiet abkürzen. Denn theoretisch können Lkw-Fahrer im Industriegebiet über die Leipziger Straße die komplette mautpflichtige Strecke umgehen. „Notfalls machen wir Verkehrszählungen. Sollte dort plötzlich zu viel Verkehr erfolgen, müssen wir auch dagegen vorgehen“, betont der Bürgermeister. Zwar gebe es nur eine geringe Anzahl an Bewohnern in dem Bereich des Industriegebiets, für die sei es dann aber dennoch eine Belastung.

Er selbst rechne aber nicht mit einer deutlichen größeren Belastung für die Anwohner in der Papierfabrik. „Das Aufkommen an Lkw auf dem Teilstück ist normalerweise gering“, sagt Roß. Dennoch hat der Bürgermeister eine gewisse Sorge, dass eine neue Umgehungsstrecke entsteht. „Wir werden das ab Anfang Oktober kritisch beobachten“, betont der Bürgermeister.

Die mautpflichtige Strecke zu umgehen kommt derweil für ein Kaufunger Speditionsunternehmen nicht in Frage. „Wir haben keine Anweisung an unsere Fahrer gegeben, die Maut zu sparen“, sagt ein Sprecher des Unternehmens. Das habe auch einen bestimmten Grund, denn das Zeitfenster sei wichtiger als die Maut. „Wenn wir zu spät kommen, ist das deutlich teurer, als wenn wir versuchen zehn Euro Maut zu sparen“, erklärt der Sprecher.

Allerdings sei sein Unternehmen auch nicht sonderlich von der 2,1 Kilometer langen Mautstrecke betroffen. „Unsere Fahrer fahren sowieso nach dem Navigationsgerät. Und das sagt in 99,5 Prozent aller Fälle, dass sie direkt in Kassel-Ost auf die Autobahn auffahren sollen“, so der Sprecher.

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