Modell wird nicht mehr gebaut

Lossebahn: NVV muss neue Fahrzeuge anschaffen, wenn RT zurückkommen sollte

Kaufungen. Wenn die Regiotram (RT) zurück ins Lossetal kommen soll, braucht der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) neue Fahrzeuge. „Die vorhandene Flotte ist ausgelastet“, sagt Armin Noll vom NVV.

Vor Kurzem hatte eine Studie ergeben, dass es grundsätzlich möglich ist, auf der 25 Kilometer langen Strecke im Lossetal wieder Regiotrams einzusetzen.

Der NVV verfügt bisher über insgesamt 28 Fahrzeuge. 18 von ihnen können im Stromnetz fahren, zehn Fahrzeuge sind mit Dieselhybridtechnik ausgestattet – sie können sowohl im Stromnetz als auch mit Dieselmotor auf nicht-elektrifizierten Strecken eingesetzt werden. Ein Teil der Strecke zwischen Kassel und Hessisch Lichtenau ist nicht elektrifiziert, nämlich das sogenannte Expressgleis (siehe Grafik und Hintergrund). Deshalb müssten dort Regiotram-Züge mit Dieselhybridtechnik eingesetzt werden.

Eine Planung, wie hoch die Kosten für die Anschaffung weiterer Regiotram-Züge sein würden, ist laut Noll derzeit nicht möglich. Denn der Fahrzeugtyp, der heute auf anderen Strecken in Nordhessen im Einsatz ist, wird nicht mehr hergestellt. „Um einen Beschaffungspreis zu ermitteln, müssten die Anforderungen an das Fahrzeug exakt definiert und aktuelle Preise bei Herstellern abgefragt werden“, sagt Noll. „Das ist bisher noch nicht passiert.“ Insgesamt handele es sich um einen Prüfungsprozess mit vielen Facetten.

Vor einigen Jahren fuhr die Regiotram bereits auf derselben Strecke, die jetzt wieder im Gespräch ist. Doch der Betrieb wurde im Juli 2007 nach nur eineinhalb Jahren eingestellt.

Das lag aber nicht etwa an einer geringen Auslastung. „Die Gründe waren ein Zusammenspiel aus Einschnitten bei Zuschüssen für den Öffentlichen Personennahverkehr und einer Optimierung der Verwendung des Fuhrparks“, sagt Noll. Der Abzug der RT sei darüber hinaus keine Streichung im Fahrplan gewesen. Denn durch die Straßenbahn-Linie 4, die auf der Strecke von Hessisch Lichtenau nach Kassel fährt, sei eine gute Verbindung im 15-Minuten-Takt sichergestellt. „Den Kunden wurde damals also nichts weggenommen“, erklärt Noll. Die Regiotram ist nach ihrem Abzug aus dem Lossetal auf der Strecke von Kassel nach Treysa eingesetzt worden (RT 9).

Grundsätzlich sei die Zahl der Fahrgäste und damit auch die Auslastung der Regiotram in Nordhessen in den vergangenen Jahren gestiegen, heißt es seitens des NVV.

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