Modellflugtage: Hubschrauber und Kampfjets im Miniformat

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Flugprofis: Peter Konradt (links) und seiner junger Kollege Lucas Lilienfeldt (12) zeigten ihr Können bei den Modellflugtagen mit einer rot-grauen Sea-Hawk.

Kaufungen. Etwa 1000 Gäste kamen am Pfingstwochenende zu den Modellflugtagen auf den Flugplatz unterhalb des Sensensteins.

Von weitem schon waren die Motorengeräusche zu hören, die immer lauter wurden. Das Kampfflugzeug - eine rot-graue Sea-Hawk - kam dem Erdboden immer wieder gefährlich nahe. Jedes Mal drehte der Flieger in letzter Sekunde ab.

Während das Szenario für die Besucher richtig gefährlich aussah, hatte Pilot Peter Konradt alles im Griff. Mit nur einer Handbewegung an der Steuerung konnte er die Katastrophe abwenden und den Flieger in die richtige Flughöhe bringen.

Rund 1000 Besucher kamen am Pfingstwochenende zu den Modelflugtagen der Modellfliegergruppe Orion aus Kaufungen. Zahlreiche Starts und Landungen von Hubschraubern, Flugzeugen und Kampfjets im Miniformat gab es auf dem Vereinsgelände unterhalb des Sensensteins zu sehen. Bei packenden Kunstflugvorführungen mit Luftfiguren und Loopings brachten die Vereinsmitglieder das Publikum zum Staunen.

Nachdem Peter Konradt die Sea-Hawk sicher gelandet hatte, bekam er riesigen Applaus von den Gästen, die unter anderem aus Düsseldorf und dem Raum Bielefeld angereist waren. „Etwa zehn Minuten hält der eingebaute Akku“, sagte der Pilot nach der Landung.

Während seiner Zeit bei der Bundewehr, in der er Panzerabwehrflugzeuge betreute, entdeckte er seine Leidenschaft für den Modellflug. Allerdings sei es nicht so leicht, wie es aussieht, sagte Konradt. Wenn man die Abstände beim Fliegen nicht beachte, könne das Hobby sehr gefährlich werden, klärte er auf.

Christoph Heise

Sven Ziegenhardt (28, Kassel) war mit Tochter Hannah (2) gekommen. Es sei erstaunlich, sagte der 28-Jährige, dass die Modelle so originalgetreu nachgebaut werden könnten. „Beim Bau eines Flugzeuges wird die Lackierung und die Technik eins zu eins auf das Modell übertragen“, sagte Christoph Heise, Vorsitzender der Modellfluggruppe Orion, die derzeit 60 Mitglieder umfasst. Die meisten Modelle seien außerdem mit Lautsprechern ausgestattet, um das Geräusch besser imitieren zu können, erklärte er.

„Ich möchte später mal Pilot werden“, sagte Lucas Lilienfeldt, der mit seinen zwölf Jahren einer der Jüngsten im Verein ist und großen Spaß an der Fliegerei hat. Nicholas (7) war mit seinen Eltern und Schwester Maja (2) zu den Flugtagen gekommen. „Der Helikopter in Bundeswehrfarben ist besonders toll“, sagte der Siebenjährige.

Neben den Shows gab es eine Ausstellung mit Elektro- und Kunstflugzeugen sowie Segelfliegern mit bis zu sechs Metern Spannweite. Außerdem durften die Gäste - unter Anleitung eines erfahrenen Piloten - selbst mal einen Flieger steuern.

Von Tina Hartung

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