Mögliche Lösung: Supermarkt könnte auf Riffer-Gelände entstehen

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Suche nach einer Lösung: Nach Angaben von Bürgermeister Arnim Roß komme nur noch das Riffer-Gelände als möglicher Standort für den neuen Lebensmittelmarkt in Frage. Derzeit werden auf dem Gelände Container abgestellt

Kaufungen. Nach dem Beschluss des Parlamentes, den Bürgerhaussaal zu sanieren, gibt es nach Einschätzung von Bürgermeister Arnim Roß (SPD) für Oberkaufungen nur noch einen möglichen Standort für einen neuen Lebensmittelmarkt: das Riffer-Gelände.

Hier will der Handelskonzern Edeka Hessenring aus Melsungen einen neuen Großmarkt errichten, der den veralteten und zu kleinen Markt an der Leipziger Straße ersetzen soll.

Um zu einer Entscheidung für eine tragfähige Lösung zu kommen, will der Verwaltungschef eine Planungskommission dafür neu ins Leben rufen. "Nach der Sommerpause wird es Gespräche mit den Fraktionen geben, um einen Konsens zu finden. Der Bürger erwartet vernünftige Vorschläge und dass wir den Stillstand auflösen", sagte er zur HNA.

Das wird nicht einfach: Die CDU ist für Riffer als Supermarkt-Standort - SPD, Linke Liste, Grüne und KWG sind dagegen. Eine Mehrheit für Riffer wird nur möglich, wenn die SPD ihre Haltung ändert.

Sondierungsgespräche zwischen Sozial- und Christdemokraten hat es laut CDU-Fraktionschef Erwin Schmidt bereits gegeben, die sollten nach Ende der Sommerferien mit "äußerster Vorsicht" weitergeführt werden. "Wir suchen einen Kompromiss, mit dem alle leben können", sagt Schmidt. Sein Ziel: "Bis zur nächsten Parlamentssitzung am 8. September wollen wir etwas hinbekommen."

Fragen sind offen: Auch die Zukunft der Riffer-Villa ist noch ungewiss.

Viele Fragen sind nach wie vor offen, etwa die nach der Zukunft der Riffer-Villa oder die Verkehrsanbindung eines neuen Marktes. "Die wäre sicherlich nicht optimal, aber über die Sensensteinstraße machbar", sagte dazu der Bürgermeister. Roß verweist dabei auf ein drei Jahre altes Verkehrsgutachten, das kaum Mehrbelastungen durch einen Markt sieht. Am Ergebnis dieser Untersuchung gebe es fachlich nicht zu beanstanden, meinte Roß.

Einen Zeitdruck sieht er nicht, obwohl die Gemeinde die Riffer-Fläche bereits vor fünf Jahren gekauft hat und seither über zwei Millionen Euro Kapital dadurch gebunden sind. Wichtiger ist ihm eine Gesamtlösung: "Der Markt muss Teil einer umfassenden Entwicklungsplanung für Kaufungen sein."

Die Idee, auf dem Riffer-Gelände auch den neuen Festplatz einzurichten und den alten Platz für die Wohnbebauung zu nutzen, hält Roß nach wie vor für gut. Damit könnte der Lückenschluss zwischen Ober- und Niederkaufungen endlich vollendet werden, das neue Wohngebiet würde den Bedarf der Lossegemeinde vermutlich für alle Zukunft decken.

Von Thomas Stier

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