Dach einsturzgefährdet

Brand bei Hula-Hupp: Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Kaufungen. War es Brandstiftung? Das schließt die Polizei am Tag nach dem Brand des ehemaligen Hula-Hupp Indoor-Spielplatzes nicht aus. Die Ermittlungen dauern an.

Zeugen hatten am Donnerstag gegen 2.20 Uhr einen Brand des früheren Indoor-Spielplatzes Hula-Hupp in der Industriestraße 1 gemeldet. Die Feuerwehr Kaufungen rückte an, später kamen noch Wehrleute aus Helsa zur Verstärkung hinzu. Nach einer Dreiviertelstunde hatten die 38 Einsatzkräfte das Feuer gelöscht. Von der Drehleiter aus wurde ein nahes Speditionsgebäude erfolgreich vor einem Übergreifen der Flammen geschützt.

Das Dach aus Eternitplatten stürzte bei dem Brand zum großen Teil ein. In der 50 mal 100 Meter großen Lagerhalle, in der früher das Kinderwunderland untergebracht war, befanden sich laut Einsatzleiter Benjamin Tornow noch einige Spielgeräte wie eine Schiffsschaukel und ein Karrussel. Sie wurden zerstört, wegen des hohen Plastikanteils habe das alles gut gebrannt. Unter Atemschutz rückten die Feuerwehrleute in die Halle vor. Bis in den frühen Morgen wurden Glutnester gelöscht.

Am Freitagmorgen nahmen die Brandursachenermittler der Kasseler Kripo den Brandherd unter die Lupe. Die Untersuchungen gestalteten sich laut Polizei schwierig, weil das Dach akut eingesturzgefährdet ist. Einen Kurzschluss in der Hauselektrik schließen die Ermittler aus, weil der Hallenkomplex nicht mehr am Stromnetz hängt.

Da es auch keine Hinweise darauf gibt, dass das Feuer von den Spielgeräten - unter anderem batteriebetriebene Autos - ausging, schließen die Experten eine vorsätzliche Brandstiftung nicht aus. Die Ermittlungen werden fortgeführt, das Gebäude ist gesperrt.

Brand im Indoor-Spielplatz Hula-Hupp in Kaufungen

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