Sechs Insassen bei nur fünf Plätzen im Wagen

Nach schwerem Unfall auf A49: Kinder weiterhin im Krankenhaus

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Schwerer Unfall auf der A49: Die Fahrerin des 7er-BMW war am frühen Mittwochabend auf einen Lkw aufgefahren. Sie, ihr Ehemann und ihre vier Kinder wurden zum Teil schwer verletzt. 

Kaufungen/Kassel. Bei zwei von vier Kindern, die am Mittwoch an einem Unfall auf der A49 bei Kassel beteiligt waren, besteht möglicherweise Lebensgefahr.

Das bestätigte Polizeisprecher Torsten Werner auf HNA-Anfrage.

Zwischen Kassel-Niederzwehren und Kreuz Kassel-West in Fahrtrichtung Marburg war eine sechsköpfige Familie in einem 7er-BMW auf einen Lastwagen aufgefahren, dessen Fahrer wegen stockenden Verkehrs abbremsen musste.

Laut Polizei saßen in dem BMW die 25-jährige Fahrerin aus Kaufungen, ihr 27-jähriger Ehemann und ihre vier Kinder im Alter von zwei bis neun Jahren. Alle sechs Personen wurden durch den massiven Aufprall verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Ein Kind musste mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Unfallwrack befreit werden. 

In einem separaten Artikel ist der Hergang des A49-Unfalls zusammengefasst.

Anzahl der Insassen wirft Fragen auf

Die Anzahl der Insassen im Wagen wirft Fragen auf. Denn das 7er-BMW-Modell hat nur fünf Sitzplätze. Das bestätigt auch der ADAC auf Anfrage: „In Limousinen können maximal fünf Personen transportiert werden, sofern auf der Rückbank drei Gurte vorgesehen sind“, sagt Sprecherin Manuela Türoff. „Nur Pkw mit einer dritten Sitzreihe (Vans) haben Anschnallgurte für mehr als fünf Personen.“

Die Polizei will sich dazu aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern. Auch die Frage, ob und wer von den Insassen angeschnallt war, beantwortet Sprecher Torsten Werner nicht. „An welcher Stelle die Kinder im Auto saßen und wie sie gesichert waren, sind zurzeit noch Bestandteile der Ermittlungen.“ Ausschließen könne die Polizei bei der 25-jährigen Fahrerin derzeit aber Alkohol oder Drogen am Steuer sowie zu schnelles Fahren. Die Unfallursache ist noch nicht bekannt.

Bei den zum Teil schwer verletzten Kindern handelt es sich um einen zweijährigen Jungen und drei Mädchen im Alter von drei, fünf und neun Jahren. „Die beiden jüngeren Kinder mussten ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden, sind aber nicht in Lebensgefahr“, sagt Werner. Der Zustand der beiden älteren Mädchen sei schlechter.

Bei dem Unfall war laut Feuerwehr ein Schaden von 30.000 Euro entstanden. Der Lkw-Fahrer, auf dessen Wagen die Familie mit ihrem BMW aufgefahren war, blieb unverletzt. 

Unfall mit sechs Verletzten auf A49: Pkw fuhr auf Lkw auf

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