Noch dieses Jahr Arbeiten im Trockenen

Sanierung am alten Bauernhof Hubenthal schreitet voran

Bauernhof-Sanierer mit langem Atem: Christoph Rombach (mit Sohn Mattes), Mona Bricke und Steffen Andreae vor dem Haupthaus des Lossehofs. Fotos: Dilling

Kaufungen. Der Blick aus dem Obergeschoss des Haupthauses des alten Bauernhofs Hubenthal ist traumhaft. Er fällt auf schmucke Fachwerkhäuser, die vom Turm der Stiftskirche überragt werden. Doch bis die Bewohner diese Aussicht so richtig genießen können, werden noch viele Monate ins Land gehen.

Die Kommune Lossehof, die seit zweieinhalb Jahren den Hof saniert, kommt stetig, aber auch langsam voran.

Immerhin: Das Gesindehaus ist längst fertig und bezogen. Es ist ein Fachwerk-Schmuckstück mit Lehmwänden, die mit weißer Kalkfarbe gestrichen sind, und urigen Holzböden geworden.

Noch viel zu tun im Inneren

Darauf werden die übrigen Kommunarden, die in provisorischen Ausweichquartieren, beispielsweise auf dem Gelände des ehemaligen Kaufunger Schwimmbads, ausharren, noch längere Zeit warten müssen, wohl bis übernächstes Jahr. Die Sanierung des Fachwerks im Haupthaus ist zwar fast bereits ganz abgeschlossen. Doch im Innern bleibt noch viel zu tun. Wie der Gemeinschaftsraum, das Kinderspielzimmer und das neue Gemeinschaftsbad im Erdgeschoss einmal aussehen werden, lässt sich nur erahnen. Ein Treppenhaus soll die schmalen Stiegen in die Obergeschosse ersetzen. Viele Gefache müssen noch mit Lehmsteinen gefüllt und verputzt werden. Überall sieht es nach Baustelle aus.

Sie sollen wohlige Wärme verbreiten: Die Heizschlangen für die Wandheizung sind schon montiert.

Das Dachgeschoss, wo früher Ahle Wurscht getrocknet wurde, könne aus Brandschutzgründen nur als Lagerraum genutzt werden, sagt Kommunarde Steffen Andreae. „20 Prozent der Holzbalken müssen ersetzt werden“, beschreibt seine Kollegin Mona Bricke die Probleme bei der Sanierung. Trotz der langen Bauzeit „bleibt die Gruppe bei der Stange“, sagt sie.

Immerhin: Noch dieses Jahr werden die Bauarbeiter im Trockenen und Warmen sitzen. Die Isolierung und Erneuerung des Dachs kommen gut voran. Gerade wurde eine Pellet-Heizung angeliefert, die in der riesigen Scheune nebenan installiert wird. Die Heizschlangen der Wandheizung sind bereits eingebaut. Bei den Lehmarbeiten habe die Kommune mehrmals Hilfe von Wandergesellen erhalten, die auf Lehmputzarbeiten spezialisiert seien, berichtet Kommunardin Bricke.

Archivfotos: Kommune Lossehof will alten Hof sanieren

Kommune will alten Hof sanieren

Wie in der Kommune Niederkaufungen wollen die Lossehof-Bewohner Regenwasser für die Toilettenspülung einsetzen. Dafür wird nach Angaben von Andreae die vorhandene Fäkalgrube zum Wasserreservoir umgebaut. Dank der Unterstützung der Gemeinde Kaufungen habe das Gelände an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen werden können, sagt Andreae.

Von Peter Dilling

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