Dekanin: Passt nicht ins Ambiente

Pavillon an Kaufunger Stiftskirche nach Kritik abgebaut

Wurde entfernt: Dieser Pavillon stand viele Jahre im Klostergarten hinter der Stiftskirche. Archivfoto:  Ketteritzsch

Kaufungen. Der Pavillon im Klostergarten hinter der Oberkaufunger Stiftskirche ist beseitigt worden, weil er nicht in das historische Ambiente gepasst habe. Das erklärte Dekanin Carmen Jelinek, Vorsitzende des Fördervereins Stiftskirche, am Freitag auf HNA-Anfrage.

Das Gebäude sei aus denkmalpflegerischer Sicht problematisch gewesen, so Jelinek, die auch dem Bauausschuss zur Sanierung der Stiftskirche vorsitzt.

Wie berichtet, hatten Bauarbeiter Anfang letzter Woche zunächst das mit Kupferplatten belegte Dach abgenommen, dann die vier Säulen aus Beton beseitigt und die Plattform aus Holz entfernt.

Carmen Jelinek

Laut Jelinek war der Pavillon seinerzeit auf Wunsch des damaligen Obervorstehers des Ritterschaftlichen Stifts, Friedrich Wilhelm von Loewenstein, errichtet worden. Verwandte des inzwischen verstorbenen Adelsherren hätten das Bauwerk nun zerlegen und abtransportieren lassen. Sie seien damit einem wiederholt vorgetragenen Wunsch nachgekommen. Laut Jelinek sei der Pavillon gelegentlich bei Hochzeiten benutzt worden, beim alljährlichen Kunigundentag habe er aber praktisch keine Rolle gespielt.

Der Klostergarten wurde bis knapp 20 Jahren von den früheren Bewohnern des angrenzenden Dormitoriums als Fläche für den Anbau von Obst und Gemüse genutzt.

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