Service leidet unter Kürzungen

Post organisiert die Öffnungszeiten der beiden Filialen in Kaufungen neu

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Am Haferbach: Auch die Postfiliale in Niederkaufungen wird von der Gemeinde betrieben.

Kaufungen. Wenn die Kaufunger Bürger demnächst etwas auf der Post zu erledigen haben, sollten sie genau auf die Öffnungszeiten schauen. Sonst könnte es sein, dass sie vor verschlossenen Türen stehen.

Die Öffnungszeiten der beiden von der Gemeinde betriebenen Postagenturen Am Haferbach in Niederkaufungen sowie im Rathaus in Oberkaufungen werden ab 1. November drastisch reduziert. Die gewohnten Dienstleistungen blieben aber – laut einer Pressemitteilung der Gemeinde – in vollem Umfang erhalten. Hintergrund der Änderungen seien neue Verträge mit wesentlich schlechteren Bedingungen zwischen der Deutschen Post AG und den Agenturbetreibern, heißt es darin.

Als Serviceleistung für die Bürger stimmten die Gemeindevertreter bereits im Mai 2015 mehrheitlich für den Erhalt der Postagenturen und akzeptierten im Gegenzug die neuen Vereinbarungen, die jährlich finanzielle Einbußen in Höhe von rund 18 300 Euro mit sich bringen. Laut Pressemitteilung waren die Provisionskürzungen bereits zum 1. November 2015 geplant.

Durch intensive Verhandlungen mit der Deutschen Post AG sei ein Aufschub von einem Jahr gelungen, so dass die neuen Vereinbarungen erst ab 1. November dieses Jahres in Kraft treten.

Neu organisiert

Bei der Neuorganisation wurde seitens der Lossetalgemeinde auch die Inanspruchnahme der beiden Poststellen berücksichtigt. So wurden die Öffnungszeiten in Niederkaufungen erhöht. Die Filiale öffnet zum Beispiel jetzt an drei Nachmittagen bereits um 14 Uhr anstatt – wie bisher – um 14.45 Uhr. Dienstag- und Donnerstagnachmittag bleibt die Post hingegen geschlossen. Dafür ist in dieser Zeit die Agentur in Oberkaufungen geöffnet. An den Nachmittagen würde – nach Mitteilung der Gemeinde – zukünftig jeweils eine Postagentur in den Ortsteilen im Wechsel geöffnet sein, am Montag seien beide Dienststellen besetzt. Die Bürger der Lossetalkommune sind geteilter Meinung zu den neuen Öffnungszeiten. „Ich finde es unmöglich, dass das Geld an manchen Stellen zum Fenster rausgeworfen wird! Wenn es aber um die Bürger geht, wird gespart“, findet ein Bürger, der seinen Namen nicht nennen will.

Die Oberkaufungerin Hannelore Braun-Immisch hingegen, findet die neuen Öffnungszeiten nicht so dramatisch. „Man muss sich auch bei anderen Dienstleistern sowie Ämtern und Behörden nach deren Öffnungszeiten richten“, sagt sie. Und die seien zum Teil viel schlechter. Sie sei in Teilzeit berufstätig und könne sich gut an die Agenturzeiten anpassen, sagt die 50-Jährige. Allerdings könnten Vollzeitbeschäftigte Probleme mit den reduzierten Öffnungszeiten haben.

Auch an dieser Stelle hat die Gemeinde vorgesorgt: Sowohl in Nieder- als auch in Oberkaufungen wird es künftig einen Dienstleistungsabend geben, an dem die Filialen jeweils bis 18 Uhr besetzt sind, so dass auch Ganztagsbeschäftigte ihre Wege auf der Post erledigen können.

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