Entspanntes Bummeln an 30 Ständen

2500 Menschen kamen zum Herbstmarkt in Niederkaufungen

Welche ist die schnellste Ente? Das Entenrennen lockte zahlreiche Besucher an die Losse. Den ersten Preis erhielt die Plastikente mit der Nummer 443. Das Preisgeld in Höhe von 100 Euro wurde bei der Siegerehrung nicht abgeholt. Den zweiten Platz holte die Ente mit der Startnummer 434, Inga Strube konnte dafür 50 Euro mit nach Hause nehmen. Fotos: Uminski

Kaufungen. Egal ob Bratwurst, Wein oder Zuckerwatte – die Besucher des Herbstmarktes in Kaufungen kamen am Wochenende nicht nur auf ihre kulinarischen Kosten, sondern konnten auch an den knapp 30 Ständen rund um die Losse von Gartendeko über Markisen bis zu selbst gemachten Seifen viel entdecken.

Zum dritten Mal fand der Herbstmarkt in Niederkaufungen statt. Neben regionalen Produkten an den Ständen amüsierten sich die Jüngsten auf dem Kinderkarussell oder fuhren eine Runde mit der Eisenbahn durch den alten Ortskern von Niederkaufungen.

Los ging es bereits am Samstag mit der Jugendband „Dezibel“, die den Besuchern mit Pop und Rockmusik einheizte. Mit ihrem dreistündigen Konzert sorgten die Musiker von „The Boles“ am Abend trotz Nieselregen für eine tolle Stimmung. Die Band überzeugte mit Rockmusik der 60er-Jahre. „Die Leute tanzten ausgelassen vor der Bühne“, sagte Karl-Heinz Nordmeier, Marktleiter vom Verkehrs- und Gewerbeverein.

Doch der Höhepunkt des Herbstmarktes war das Entenrennen, so Nordmeier. 700 Enten gingen an den Start, um auf der 400 Meter langen Strecke bis zur Lossebrücke am Kirchplatz möglichst den ersten Platz zu holen. Dabei gelten strenge Vorschriften: „Nur die Entenschieber dürfen die Enten mit Besen anschieben“, erläutert Nordmeier. Für die schnellsten vier Enten gab es Geldpreise. Die 5. bis 37. Plätze erhielten Einkaufsgutscheine im Wert zwischen 5 und 15 Euro.

Jutta Kaufholz konnte den Sonntagmorgen kaum abwarten: „Ich war schon gestern hier und habe mir einen Gürtel ausgesucht.“ Glücklich präsentiert die Kaufungerin ihr neues Kleidungsstück. „Ich finde es hier schön, weil es nicht so viel Rummel gibt und man so viele schöne Dinge entdeckt.“

Duftender Stand: Von den selbst gemachten Handseifen von Edeltraut Ledderhose-Schäfer (hinten) waren Petra Vesely aus Kaufungen und Sandra Webzell aus dem britischen Brighton besonders angetan.

Auch Sandra Webzell aus dem britischen Brighton war vom Kaufunger Herbstmarkt begeistert. „Es ist hier alles überschaubar, familiär und sehr freundlich“, sagte die Britin. So etwas gebe es in ihrer Heimat nicht. Dort finden eher Musikfestivals statt. Die Seifen am Stand von Edeltraut Ledderhose-Schäfer haben es der Britin angetan. Doch besonders liebt Sandra Webzell „Pommes und Lebkuchen aus Deutschland“.

Auch für Organisator Nordmeier ist der Herbstmarkt in Niederkaufungen etwas ganz Besonderes. „Das Ambiente mit dem Backhaus, der evangelischen Kirche, der Losse und den umliegenden Fachwerkhäusern begeistert die Besucher“, sagte er.

Von Johanna Uminski

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