B7 zwischen Kaufungen und Helsa: Statt Tempo 70 jetzt 80 erlaubt

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Bundesstraße 7: Nach einer Verkehrsschau wurde in bestimmten Bereichen der B 7 die Geschwindigkeit von ursprünglich 70 auf 80 km/h heraufgesetzt. Betroffen davon ist unter anderem auch der Einmündungsbereich Theodor-Heuss-Straße in Oberkaufungen.

Kaufungen / Helsa. Wenn die Experten von Polizei und Verkehrsbehörden bestimmte Straßen in Sachen angemessenes Tempo unter die Lupe nehmen, wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit danach häufig gesenkt.

An der Bundesstraße 7 zwischen Kaufungen und Helsa-Eschenstruth ist das Gegenteil der Fall. Dort wurde nach der jüngsten Verkehrsschau das Tempolimit in einigen Bereichen angehoben. Will heißen: Es darf schneller gefahren werden als bisher.

Betroffen sind die Einmündungen auf der viel befahrenen Ost-West-Verbindung bei Oberkaufungen (Theodor-Heuss-Straße), am Mariengrund bei Helsa sowie bei Eschenstruth (Einmündung in den Ort und zur Siedlung Waldhof).

Dort war bislang maximal Tempo 70 erlaubt. Seit einigen Tagen ist an diesen Stellen nun Tempo 80 zulässig. Angeordnet wurde die Änderung von der beim Landkreis Kassel ansässigen Straßenverkehrbehörde. Damit gilt nun zwischen der Setzebachbrücke bei Niederkaufungen und Helsa-Eschenstruth durchgängig Tempo 80.

Einzige Ausnahme: der Einmündungsbereich der Bundesstraße 451 (Berliner Straße) bei Helsa. Weil der Verkehr dort durch eine Ampel geregelt wird, sei eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Kilometer pro Stunde (km/h) vorgeschrieben, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage. Die Vereinheitlichung des Tempos in dem rund 15 Kilometer langen Abschnitt begründet Kühlborn damit, dass Auto- und Motorradfahrer nun nicht länger „zwischen 70 und 80 hin- und herspringen müssen“. Wenn es zu Unfällen komme, ereigneten sich diese mehr auf der freien Strecke als an den Einmündungen.

Schon nach wenigen Tagen gibt es allerdings Kritik an der Heraufsetzung des Tempolimits. An der Einmündung nach Waldhof sei Tempo 80 „viel zu schnell“, moniert Eckhard Schmidt. Bei dem Versuch, von Waldhof kommend auf die Bundesstraße 7 in Richtung Hess. Lichtenau zu fahren, sei es schon oft zu „gefährlichen Situationen“ gekommen, berichtet der Spediteur.

Nach seiner Erfahrung sind die herannahenden Fahrzeuge links und rechts dort „erst recht spät zu sehen“.

Schmidt schlägt daher vor, den Linksabbiegern aus Waldhof über entsprechende Markierungen die Einfahrt in die Mittelspur Richtung Hess. Lichtenau zu ermöglichen.

Beim Kreis sagt man grundsätzlich Ja zu diesem Vorschlag. „Platzmäßig geht das“, so Verwaltungssprecher Kühlborn.

Umgesetzt werden könne diese Lösung allerdings erst dann, wenn wieder umfangreichere Markierungsarbeiten an der Bundesstraße 7 anstünden.

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