Spendenaktion geplant

Stiftskirche Oberkaufungen: Für die Restarbeiten werden noch 143 000 Euro benötigt

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Weiterhin Baustelle: Noch ist die Sanierung der Stiftskirche in Oberkaufungen nicht abgeschlossen. Das Foto, das im Frühjahr entstand, zeigt den Raum unter der Kaiserempore, der für Veranstaltungen hergerichtet wird.  

Kaufungen. Wäre die Sanierung nach Plan verlaufen, dann hätte Fürstin Gloria von Thurn und Taxis am Donnerstagabend ihre Lesung nicht im Bürgerhaus, sondern in der Oberkaufunger Stiftskirche gehalten.

Die Veranstaltung hätte buchstäblich ein Glanzlicht nach der jahrelangen, rund vier Millionen Euro teuren Sanierung sein sollen, und zwar exakt 992 Jahre nach der Weihe des Gotteshauses. Doch daraus wurde nichts. Denn die Stiftskirche ist noch immer eine Baustelle. Außen inzwischen auf Vordermann gebracht, läuft seit mittlerweile zwei Jahren die Sanierung des Kircheninneren.

„Zurzeit wird die Heizung eingebaut und es wird die Elektrik installiert“, berichtet Dekanin Carmen Jelinek. Anschließend stünden noch einige Rohbauarbeiten an. „Es kommt dann noch der Estrich auf den Fußboden und schließlich der Bodenbelag aus Sandstein“, so Jelinek.

Doch damit ist die Sanierung, die wegen fehlenden Geldes immer wieder ins Stocken geriet, noch nicht abgeschlossen. Denn der Innenraum der Kirche muss noch gereinigt werden, außerdem müssen noch Schadstellen ausgebessert werden.

Stufen fallen weg: Auch im Bereich des Altars wird der Fußboden der Kirche erneuert. Im Hintergrund sind die Fenster mit den Wappen der Althessischen Ritterschaft zu sehen.

Diese Arbeiten müssten vor einer Wiedereröffnung unbedingt erledigt werden, sagt Jelinek. „Wer will eine komplett sanierte Kirche nutzen, ohne dass die Wände und Decken des Innenraums wirklich bearbeitet sind.“

Die Kosten für die Innenreinigung des Gotteshauses werden mit 143 000 Euro beziffert. Allein stemmen muss die Evangelische Kirchengemeinde die Summe aber nicht.

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck steuert die Hälfte des Betrags bei – unter der Voraussetzung, dass die Kirchengemeinde beziehungsweise der Förderverein Stiftskirche die andere Hälfte zusammenbekommen. Bis zum 17. November muss die Summe vorliegen, dann stockt die Stiftung den Betrag auf.

Sollte die Spendenaktion erfolgreich sein, dann könnte die Reinigung des Innenraums im ersten Halbjahr 2018 in Angriff genommen werden. Läuft alles nach Plan, so Jelinek, könnte die Kirche im Juni 2018 wiedereröffnet werden.

Informationen: www.foerderverein-stiftskirche-kaufungen.de

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