Weil der Nikolausmarkt in Baunatal dieses Jahr länger dauert

Stiftsweihnacht Kaufungen: Einem der beliebtesten Märkte fehlen die Hütten

Budenzauber: Rund 40 Verkaufsstände werden alljährlich an der Stiftskirche aufgebaut. Für 2015 fehlt es an den Hütten. Archivfoto: nh

Kaufungen. Sie zählt zu den beliebtesten Weihnachtsmärkten in der Region: die Kaufunger Stiftsweihnacht, die zuletzt im Dezember 2014 rund 20.000 Besucher anzog.

Sie schätzen es, in dem historischen Ambiente in Oberkaufungen zwischen Verkaufsbuden zu flanieren, in denen vor allem hochwertiges Kunsthandwerk angeboten wird. Doch diese Buden bereiten den Veranstaltern im Augenblick Kopfzerbrechen. Denn 22 Verkaufsstände, die sich der Förderverein Stiftskirche seit jeher bei der Stadt Baunatal leiht, stehen 2015 nicht nur Verfügung. Der Grund: Der Nikolausmarkt in der VW-Stadt dauert dieses Jahr länger als sonst, die Hütten werden dort gebraucht.

„Wir haben überall im Landkreis Kassel nach Ersatz gesucht“, berichtet Organisator Peter Schwarze auf HNA-Anfrage, „doch in der Weihnachtszeit ist nichts zu bekommen.“ Auch im Internet forschte Schwarze, der auch Vorsitzender des Mitveranstalters Freiheiter Bürgerverein ist, nach Angeboten - durchaus mit der Absicht, auch Hütten zu kaufen. „Es gibt viele Angebote, aber entweder sind die Hütten zu teuer oder es fehlt an der Qualität.“ Zwischen 2000 und 4000 Euro, das haben die Recherchen im Netz ergeben, würde eine Hütte kosten. Schwarze: „Das ist nicht bezahlbar.“ Um dennoch keine Abstriche bei der Veranstaltung machen zu müssen, hat sich der Förderverein - Vorsitzende ist Dekanin Carmen Jelinek - jetzt zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen.

Peter Schwarze

Der Förderverein wird 22 Hütten kaufen - allerdings keine von der Stange. Mitorganisator Klaus Runzheimer, seines Zeichens Bauingenieur, hat eine Hütte speziell für die Stiftsweihnacht konstruiert. Gebaut werden soll sie von dem Kaufunger Zimmermeister Jochen Batz. Kostenpunkt laut Schwarze: 35.000 Euro. Die gute Nachricht: Rund die Hälfte der Summe ist bereits durch größere Spenden zusammengekommen. Der größte Posten stammt dabei dem Vernehmen nach von der Kasseler Sparkasse.

„Wir sind optimistisch, dass wir den Rest auch noch zusammenbekommen“, sagt Schwarze. Er setzt dabei auf die Spendenbereitschaft von Privatpersonen und Firmen, die sich der Stiftsweihnacht verbunden fühlen. Schwarze legt Wert auf die Feststellung, dass die Hütten keinesfalls aus dem Erlös der Stiftsweihnacht finanziert werden, der für die Sanierung der fast 1000 Jahre alten Stiftskirche bestimmt ist. Unterdessen sucht die Gemeinde Kaufungen, die aus ihrem Bestand regelmäßig 16 Verkaufsstände beisteuert, nach einem geeigneten Lager für die Buden: Überdacht muss es sein und mindestens 100 Quadratmeter groß. Archivfoto: nh

Informationen über Spendenmöglichkeiten für die Stiftsweihnacht im Internet unter www.foerderverein-stiftskirche-kaufungen.de und bei Organisator Peter Schwarze unter der Telefonnummer 0171/194 67 85.

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