Tausende Besucher bei Kaufunger Stiftsweihnacht

Viel los im Stiftshof: Hunderte Besucher tummelten sich am Samstagnachmittag vor der Bühne, um den Weihnachtsliedern des Kinderchors zu lauschen. Fotos: T. Hartung

Kaufungen. Dass die Kaufunger Stiftsweihnacht für ältere und junge Gäste gleichermaßen viel zu bieten hat, sah man an den zufriedenen Gesichtern der Besucher.

Zum zehnten Mal hatten der Förderverein Stiftskirche, der Freiheiter Bürgerverein sowie die Gemeinde Kaufungen zum traditionellen Weihnachtsmarkt vor historischer Kulisse eingeladen. Trotz des nasskalten Regenwetters waren bereits am Eröffnungstag etwa 2000 Gäste gekommen.

Die meisten Besucher an diesem Wochenende sind Stammgäste. So wie Familie Schiemann aus Kassel. „Wir kommen jedes Jahr wieder, weil es so schön ist“, sagte Mama Susanne, die mit Tochter Kiina (7) und Ehemann Dirk dem Besenbinder Heinz Blumenstein bei seinem Handwerk zuschaute. „Hier bekommt man Handwerkskunst direkt vom Hersteller“, betonte Horst Hoffmann (Förderverein Stiftskirche). Wiederverkäufer mit Ramsch seien nicht zu finden.

Viel los im Stiftshof: Hunderte Besucher tummelten sich am Samstagnachmittag vor der Bühne, um den Weihnachtsliedern des Kinderchors zu lauschen. Fotos: T. Hartung

Ein besinnliches Rahmenprogramm auf der Bühne im Stiftshof und in der Stiftskirche rundete das weihnachtliche Markttreiben ab. Um den Veranstaltungsort in diesem Jahr etwas zu entzerren, wurde die Stiftsweihnacht erstmals bis zum Regionalmuseum Alte Schule ausgeweitet. Während die Lossesterne im Museum für Kaffee und Kuchen sorgten, gab es im Nebenraum jede Menge Ledertaschen, Mützen und andere selbst gestrickte Waren. Bei Iris Fey-Gerhard (Kaufungen) glitzerte und funkelte es nur so in Gold und Silber. „Das Meiste sind Einzelstücke“, bemerkte die Goldschmiedin.

Doris und Werner Thumser waren das erste Mal beim traditionellen Kaufunger Weihnachtsmarkt dabei. Sie seien begeistert von der großen Vielfalt an Angeboten, betonten die beiden. Besonders großer Andrang herrschte zur Mittagszeit in der Zehntscheune. Dort kredenzte die Stiftsforstverwaltung den Gästen Wildsuppe.

Waren begeistert: Doris und Werner Thumser besuchten zum ersten Mal die Stiftsweihnacht.

Um ein Verkehrschaos - wie in den vergangenen Jahren - zu vermeiden, wurden erstmals Pendelbusse eingesetzt. Ilse (79) und Karl Nolte (82) aus Kassel nahmen das kostenlose Angebot gern wahr. „Wir haben am Festplatz geparkt und konnten auch sofort in einen Bus steigen“, sagte Ilse Nolte. Leider lief das nicht immer so reibungslos ab. „Immer wieder wurde die Haltestelle unterhalb des Museums, trotz absolutem Halteverbot, zugeparkt, sodass die Busse nicht durchkamen“, sagte Hoffmann. Das Problem hätte man jedoch schnell gelöst, indem ein Sicherheitsdienst die Haltestelle überwachte. Nach drei Tagen Weihnachtszauber ging die Kaufunger Stiftsweihnacht am Sonntagabend mit einem Adventssingen zu Ende.

Von Tina Hartung

Kaufunger Stiftsweihnacht

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