Budendorf bezauberte Besucher

Tausende kamen zur Stiftsweihnacht nach Kaufungen

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Ausflug mit Kinderwagen: Daniela (von links) und Leonie Zugwurst sowie Nicole Kugler waren mit Aaron, Milla, Liv und Milan auf der Stiftsweihnacht unterwegs. 

Kaufungen. Am Samstagnachmittag ging es auf dem Stiftshof mal eine Weile ruhiger zu: Ein Regenguss hatte viele Besucher das Trockene suchen lassen, sei es im Atelier der Künstler-Werkstatt, im Gewölbekeller des Rotary-Clubs oder in der Zehntscheune, wo duftender Kaffee, leckerer Kuchen und allerlei kunsthandwerklicher Schmuck warteten.

Daniela und Leonie Zugwurst sowie Nicole Kugler aus Niestetal nutzten die Chance, um mit ihrem Nachwuchs, der gut eingepackt im Kinderwagen saß, unbehindert an den zahlreichen Buden der Stiftsweihnacht entlang zu flanieren.

Eine halbe Stunde später hätten sie arge Probleme mit den sperrigen Kinderwagen bekommen. Da strömten die Besuchermassen nur so auf den historischen, von Fachwerkgebäuden umsäumten Platz. Sehr zur Freude von Wilfried Henning, Bürgermeister Arnim Roß und den übrigen Helfern, die aus kleinen Plastikeimern Lose für die Tombola verkauften. Trotz des zeitweise regnerischen Wetters strömten am Wochenende wieder Tausende Besucher nach Kaufungen, um den Weihnachtsmarkt mit seinem einzigartigen Fachwerk-Ambiente im Lichterglanz zu erleben.

Und trotz des Ansturms herrschten Gelassenheit und Beschaulichkeit. „Auf diesem Markt findet man so nette Leute und die Stimmung ist unvergleichlich“, sagte Hella Meyer-Alber. Die Steinmetzin präsentierte ihre Handwerkskunst schon zum zweiten Mal bei der Stiftsweihnacht. Ihre Cousine Reinhild Alber, die auf dem Markt die Erzeugnisse ihrer Keramik-Werkstatt feilbietet, hatte der Göttingerin den Tipp gegeben.

Gelassen blieben auch Brunhilde Neumann, Holdine Hüter, Doris Gessner und die anderen Helferinnen in der Kaffeeküche und hinter der Kuchentafel im Café der Zehntscheune. 18 Pfund Kaffee für mehr als 1200 Tassenportionen laufen an den drei Tagen der Stiftsweihnacht durch die Maschine. 80 selbst gebackene Kuchen stehen bereit. Sogar als plötzlich ein Stromausfall das Café und seine Besucher ins Dunkle hüllte, blieben die Frauen ruhig. Sie wussten: Auf Reinhard Döll, den ehrenamtlichen Elektriker der Helfer-Crew kann man sich verlassen. Er hatte den Defekt in wenigen Minuten behoben.

Die Einnahmen des vom Förderverein der Stiftskirche mit Unterstützung des Bergfreiheiter Vereins und weiterer Vereine veranstalteten Weihnachtsmarkts kommen der weiteren Sanierung der Stiftskirche zugute. Vergangenes Jahr kamen 20 000 Euro zusammen. Auch diesmal sieht es gut aus.

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