Verhandlungen: Kaufungen will Stromnetz der EAM übernehmen

Kaufungen. Nachdem das Kaufunger Gemeindeparlament im vergangenen Jahr beschlossen hatte, bei der Stromversorgung gemeinsame Sache mit den Städtischen Werken Kassel zu machen, beginnen nun die Verhandlungen über die Übernahme des Stromnetzes.

Die Gespräche werden mit der vor gut einem Jahr wiedergegründeten EAM („Energie aus der Mitte“) geführt.

Das Unternehmen mit Sitz in Kassel, das von zwölf Landkreisen und der Stadt Göttingen sowie 109 Kommunen getragen wird, ging aus dem Regionalversorger Eon Mitte hervor, den die kommunale Seite 2014 übernommen hat.

Die Gemeinde Kaufungen gehört zu den zwölf Kommunen im Landkreis Kassel, die bei der Energieversorgung einen eigenen Weg gehen.

Während sich das Gros der Kommunen an der EAM beteiligt, setzt Kaufungen auf die Städtischen Werke. Die beiden Unternehmen sind aber nur vermeintlich Konkurrenten, tatsächlich arbeiten sie eng zusammen.

Weil die kommunale Seite es sich nicht leisten konnte, über die 620 Millionen Euro teuren Eon-Mitte-Anteile hinaus auch die Vertriebssparte und damit die Kunden des Regionalversorgers zu übernehmen, kooperiert EAM beim Vertrieb mit den Werken.

In Kaufungen verspricht man sich durch die Zusammenarbeit mit den Städtischen Werken mehr Einfluss auf die Art der Energiegewinnung.

Ziel ist es nach Angaben von Bürgermeister Arnim Roß (SPD), die Versorgung mittelfristig vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen.

Für ein gemeinsames Gemeindewerk mit den Städtischen Werken hat sich auch Kaufungens Nachbargemeinde Niestetal entschieden.

Von Peter Ketteritzsch

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