Im September geht es weiter

Verhandlungen über A44-Planung starten: Ärger ist programmiert

Absage an die Autobahn: Offiziell lehnt die Gemeinde Kaufungen die A  44 im Lossetal noch immer ab, will aber dennoch mit dem Land über Details verhandeln. Foto: Ketteritzsch

Kaufungen/ Helsa. Am 18. September sollen Gespräche über die weiteren Planungen zum Ausbau der A44 zwischen Kassel und Helsa beginnen. Dabei wird es vor allem um die Knackpunkte gehen. Ärger ist programmiert mit Kaufungen und Helsa.

Drei Monate nachdem der Bund grundsätzlich grünes Licht für die vom Land vorgelegte Autobahnplanung zwischen Kassel und Helsa gegeben hat, wird es ernst: Am Donnerstag, 18. September, beginnen in Kaufungen die Gespräche zwischen Vertretern der Anrainerkommunen und des hessischen Verkehrsministeriums. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wird nach Auskunft seines Sprechers Wolfgang Harms an dem Treffen nicht teilnehmen.

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Bei der Zusammenkunft in der Haferbachhalle wird es vor allem um zwei Knackpunkte der Planung gehen: den vorgesehenen Wegfall der Bundesstraße 7 bei Oberkaufungen und die Auf- und Abfahrmöglichkeit bei Kassel-Ost. In Kaufungen und Helsa ist man zwar froh darüber, dass der Verkehrsminister der Ankündigung des Gesprächs Taten folgen lässt, zugleich gibt es aber deutliche Kritik in Richtung Wiesbaden.

So moniert Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß (SPD), dass ihm noch immer Details zu dem in der jüngsten Planung vorgesehenen verbesserten Lärmschutz fehlen.

In einem Brief an das Ministerium hat Roß die Informationen nun eingefordert. „Die brauchen wir auch für die Vorbereitung auf das Gespräch“, sagte der Bürgermeister auf HNA-Anfrage.

Die Veranstaltung am 18. September versteht Roß als Auftakt für „weitere Detailgespräche“. Er erwartet, dass sich die Kommunen und das Land an diesem Tag über das weitere Prozedere verständigen. „Ich erwarte, dass Ziele festgelegt werden, an denen man arbeiten will.“ Dass die Gemeinde Kaufungen über die A44 im Lossetal verhandelt, obwohl sie sie offiziell weiterhin kategorisch ablehnt, sieht der Bürgermeister nicht als Widerspruch. Er spricht stattdessen von einer „starken Position“. Schließlich könnte am Ende des Planfeststellungsverfahrens auch eine Klage der Gemeinde stehen.

Auch Helsas Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) spart nicht mit Kritik. Über die im Internet zugänglichen Informationen hinaus lägen ihm keine Informationen aus Wiesbaden vor. Von einer erneuten großen Runde verspricht sich Küthe nicht viel.

Laut Ministeriumssprecher Harms soll am 18. September über den Sachstand und das weitere Vorgehen informiert werden. Außerdem sollen Detailfragen der Planung erörtert werden.

Von Peter Ketteritzsch

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