Tramverbindung Kassel-Hessisch Lichtenau soll attraktiver werden

Kaufungen/Helsa/Kassel. Das Ziel des Nordhessischen Verkehrs-Verbunds (NVV) und der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) ist klar: Die Tramverbindung zwischen Kassel und Hessisch Lichtenau muss attraktiver werden.

So will man verhindern, dass Fahrgäste nach der Fertigstellung der Autobahn 44 von der Straßenbahn wieder auf das Auto umsteigen.

Im Mittelpunkt der Überlegungen steht dabei die Absicht, die Fahrzeit von gegenwärtig 48 auf unter 40 Minuten zu drücken. Eigentlich sollten bereits im Februar 2014 grundlegende Entscheidungen fallen - unter anderem über eine mögliche Reaktivierung und Elektrifizierung des seit sieben Jahren ungenutzten Expressgleises bei Kaufungen (geschätzte Kosten: 400.000 Euro). Die Stilllegung des einst für 300.000 Euro wiederbelebten Abschnitts der Waldkappeler Bahn nach nur anderthalb Jahren hatte der Bund der Steuerzahler in seinem Schwarzbuch als Beispiel für Steuerverschwendung gegeißelt. Doch eine Entscheidung über Elektrifizierung und weitere Investitionen, um die Tram schneller zu machen, steht noch aus. Grund: Die Untersuchung dauert an.

Wie NVV-Sprecherin Sabine Herms auf HNA-Anfrage erklärte, wird im Auftrag des NVV-Aufsichtsrats geprüft, ob die erwogenen Investitionen in die Strecke und der daraus resultierende Zeitgewinn für die Fahrgäste in einem vertretbaren Verhältnis stehen. „Es wird nun genau geguckt und gerechnet“, sagte Herms. Das Ergebnis werde voraussichtlich Anfang 2015 vorliegen. Noch offen ist aber, wer für die möglichen Investitionen aufkommen würde.

Von Peter Ketteritzsch

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