Mitte 2016 sollen 19 Bewohner einziehen

Baunataler Diakonie Kassel: Wohnprojekt für Behinderte in Kaufungen

+
Umgeben von Fachwerkhäusern: Im historischen Ensemble von Oberkaufungen wird die neue Einrichtung entstehen. Bürgermeister Arnim Ross (von links), der Vorstand der Baunataler Diakonie Kassel, Michael Conzelmann, sowie der Architekt Prof. Philipp Krebs mit einem Modell des Vorhabens an der Baustelle.

Kaufungen. In diesen Tagen beginnen die Bauarbeiten für das Behinderten-Wohnprojekt der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS) in Oberkaufungen.

Das kündigte der kaufmännische Vorstand der BDKS, Michael Conzelmann, während eines symbolischen Spatenstichs auf dem Gelände der ehemaligen Fleischerei Reichel an.

Der 2,2 Millionen Euro teure Neubau ist für 19 Menschen mit Behinderung geplant. Die Wohneinrichtung wird von dem BDK, der Diakonie Hessen und dem Landeswohlfahrtsverband getragen. Weitere Fördermittel werden bei der Aktion Mensch beantragt.

„Wir werden bis Mitte 2016 eine kleine, schöne Wohneinrichtung für Menschen schaffen, die einen solchen Heimplatz an ihrem Heimatort benötigen.“ Wie bei anderen Projekten in der Region sei man bewusst an einen Standort gegangen, von dem aus die Bewohner am sozialen Leben teilnehmen können, sagte Michael Conzelmann. In Kaufungen habe die Zusammenarbeit besonders gut funktioniert: Es sei kein Jahr vergangen, bis der Grundstückskauf und alle rechtlichen Fragen für den Baubeginn geklärt waren, sagte das BDKS-Vorstandsmitglied vor zahlreichen Bürgern und Kommunalpolitikern.

Michael Conzelmann bestätigte auf Nachfrage der HNA, dass in das Wohnprojekt auch ein „kleines Ladengeschäft“ integriert werden soll. Für Detailaussagen hierzu sei es allerdings noch zu früh.

Bei der Planung des barrierefreien Wohnprojekts habe man darauf geachtet, dass der zentral gelegene Neubau sich in den Ort einfügt, sagte Professor Philipp Krebs vom Planungsbüro „Foundation 5+“ (Kassel). Jedes Bewohnerzimmer werde mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet. Zudem seien Gemeinschafträume vorgesehen, so der Architekt.

Bürgermeister Arnim Ross (SPD) wünschte dem BDKS-Wohnprojekt einen guten Baustart. Die Einrichtung mache den Ortskern lebendiger und trage zur Steigerung der Attraktivität Oberkaufungens bei, sagte Ross. Der Rathauschef erinnerte an den langen Leerstand der ehemaligen Fleischerei, der auf diese Weise behoben werden konnte.

Die Förderung aus dem hessischen Stadtumbauprogramm habe auch bei der Neugestaltung des historischen Brauplatzes und bei Privatprojekten in der Leipziger Straße Früchte getragen, so der Bürgermeister.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.