Gegen regionales Stromversorgungswerk

Kaufungen sagt Nein zu Eon Mitte

kaufungen / Baunatal. Kaufungen sagt Nein zur Gründung eines neuen Stromversorgungswerkes mit Eon Mitte. Während der jüngsten Parlamentssitzung stimmten CDU, Grüne Linke Liste Kaufungen (GLLK) und Grüne dagegen, das Stromnetz Kaufungens zurück in kommunalen Besitz zu überführen und gemeinsam mit Eon Mitte zu betreiben. Hierfür hatten nur die 14 Vertreter von SPD und KWG gestimmt, die Gegner brachten es auf 17 Stimmen.

24 Kommunen des Landkreises Kassel hatten sich zusammengeschlossen, um ihre Stromnetze wieder in Eigenregie zu führen. Kaufungen hatte sich zumindest im Vorfeld für Verhandlungen über ein Versorgungswerk einstimmig ausgesprochen. Geradezu beschwörend hatten Bürgermeister Arnim Roß und die SPD-Fraktion vor den Gefahren eines Kaufunger Alleingangs gewarnt. Roß: „Die Tür für das neue Versorgungswerk steht nur bis 30. November offen. Wir haben keinerlei Konzept für einen Sonderweg und gehen in eine ungewisse Zukunft.“ Der Appell des Bürgermeisters „Wir sollten in der Gemeinschaft der Gemeinden bleiben“ half nichts.

Zwölf der 24 Gemeinden sind inzwischen dem Rat der Gutachter gefolgt und haben sich für Eon Mitte als Partner ausgesprochen, die Stadt Baunatal war eine der ersten. Gegner des Modells im Kaufunger Parlament unterstellten Baunatal, es verfolge in erster Linie eigene Interessen, weil Eon-Mitte dort eine große Niederlassung betreibt. Dem Versorgungswerk zugestimmt haben auch Söhrewald und Lohfelden. In Schauenburg wurde die Entscheidung verschoben. (tom/nh, ing)

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