Edeka steht als Investor bereit - Bis zu 2400 Quadratmeter großer "Neukauf" geplant

Kaufungen: Supermarkt auf dem Riffer-Gelände kommt

Kaufungen. Der gordische Knoten ist durchschlagen: Mit den Stimmen von SPD und CDU hat das Kaufunger Parlament am Dienstag die Weichen für einen Lebensmittelmarkt auf dem Riffer-Gelände gestellt.

Die Diskussion um den richtigen Standort des Marktes in Oberkaufungen hatte über ein Jahrzehnt die Politik in der Lossegemeinde gelähmt. Sogar Jochen Lody von den Grünen, entschiedener Riffer-Gegner, zeigte sich erleichtert: „Endlich ist die Diskussion zu Ende, und es gibt die Chance, sich auch um andere Themen zu kümmern.“

Zuvor war die KWG mit ihrem Vorschlag einer Tandem-Lösung gescheitert. Die Idee eines neuen Marktes am Kreisel und des Erhalts von Edeka an der Schulstraße wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Der gemeinsame CDU/SPD-Antrag sieht vor, das Riffer-Gelände zu einem „angemessenen Preis“ an den Investor zu verkaufen. Die denkmalgeschützte Riffer-Villa solle zunächst davon ausgenommen sein, um sie möglicherweise erhalten zu können.

Beim Verkauf soll berücksichtigt werden, dass hier auch der neue Festplatz entstehen soll. Das Gebiet Stolläcker auf der anderen Seite der Tramgleise soll als mögliches Neubaugebiet betrachtet werden. Außerdem soll ein Konzept zur Ortskernbelebung von Oberkaufungen erstellt werden.

Bislang steht als Kaufinteressent nur die Edeka-Hessenring Melsungen bereit, die einen bis zu 2400 Quadratmeter großen „Neukauf“ als Ersatz für den veralteten Markt Smit-Vollmer bauen will.

Torsten Felstehausen (GLLK) bezweifelte, dass Edeka tatsächlich 2,2 bis 2,6 Millionen Euro für das Gelände bezahlen werde. Für diese Summe hatte die Gemeinde vor Jahren das komplette Gelände und die Riffer-Villa gekauft. Felstehausen warf die Frage auf, ob Verhandlungen mit nur einem Investor überhaupt rechtlich zulässig seien.

Strittig war auch die mögliche Erschließung des Riffer-Geländes durch eine neue Straße vom Kreisel aus. Lothar Rausch (GLLK) forderte, Edeka müsse diese Straße allein bezahlen, weil sie für die Gemeinde bedeutungslos sei. Helmut Bring (SPD) konterte dies mit dem Verweis auf den geplanten neuen Festplatz auf dem Riffer-Gelände. Die mögliche neue Straße sei daher auch für den innerörtlichen Verkehr bedeutsam.

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