Ärger um Absperrungen

Kaufunger Dorftage: Anliegerin sauer auf Gemeinde

Sauer auf die Gemeinde: Ilona Beyer fordert konkrete Regelungen, wie Anlieger des Kirchplatzes (Bild) an den Dorftagen mit dem Auto die Festmeile passieren können. Fotos: Dilling

Morgen beginnen die Dorftage in Niederkaufungen. Doch bei Ilona Beyer hält sich die Vorfreude auf das dreitägige Budenfest an den Ufern der Losse und auf dem Kirchplatz in Grenzen.

Denn die einzige Zufahrt zu ihrem großen Mietshaus hinter der Kirche wird - wie eine Reihe anderer Straßen, die zur Festmeile führen - abgesperrt.

„Am Samstag zieht eine neue Mieterin ein. Die ist auf diesen Termin angewiesen und muss mit einem Kleintransporter das Festgelände durchfahren“, sagt die Kaufungerin. Ihr Mann wisse nicht, wie seine Kunden zu seinem Buchhaltungsbüro am Kirchplatz gelangen sollen. Auf drei ihrer Anfragen, wie und wann sie und ihre Mieter während des Fests mit dem Auto die Budenzeilen passieren können, habe die Gemeinde bisher keine konkrete Antwort gegeben.

Die Gemeinde weist diesen Vorwurf zurück. Die Beyers seien vorab mündlich informiert worden. Inzwischen sei auch noch ein - von den Beyers gewünschtes - Schreiben an das Ehepaar herausgegangen. Die Anlieger würden noch kurzfristig informiert, an wen sie sich wenden können, wenn sie über das Festgelände fahren müssen und mit entsprechenden Telefonnummern versorgt. Außerdem seien Vertreter von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Ordnungsamt ständig vor Ort an den Absperrungen, um weiterzuhelfen, sagte Bürgermeister Arnim Roß auf Anfrage.

Ilona Beyer habe die Gemeinde bereits vor zehn Tagen mitgeteilt, dass ein Umzug der Mieterin bis 11 Uhr vormittags problemlos erfolgen könne. Aber auch danach sei die Durchfahrt für einzelne Fahrzeuge nach Absprache noch möglich, teilte der Bürgermeister mit. Lediglich zwischen 17 und 20 Uhr am Freitag und zwischen 11 und 18 Uhr am Wochenende könnten Autos nur im Ausnahmefahll durchgelassen werden. Die Gassen zwischen den Buden seien auch so breit, dass Rettungsfahrzeuge passieren könnten. Selbst bei noch größeren Festen wie der 1000 Jahr-Feier habe es nie Probleme mit Anwohnnern gegeben, sagte Roß weiter. Die Beyers seien „keine Befürworter“ von Altdorffesten, meinte er weiter.

Der Verwaltungschef kann auch eine weitere Beschwerde der Beyers nicht nachvollziehen: Diese hatten gegenüber der HNA kritisiert, dass wegen der Dorftage der Müll an den betroffenen Grundstücken nicht abgeholt, sondern zu Fuß zu einer weit entfernten Sammelstelle am Steinweg, Ecke Rohrweg gerollt werden müssen. „Hier wohnen ältere Leute, die das körperlich nicht schaffen“, sagt Ilona Beyer.

Roß sagt dagegen, es seien nur 45 Meter bis zur nächsten Sammelstelle an der Bergstraße. Wer Probleme mit dem Transport habe, der könne bei der Gemeindeverwaltung anrufen. Dann würden das Mitarbeiter übernehmen. Ein Durchfahren der Festmeile sei mit dem sperrigen Müllwagen zu gefährlich.

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