Spektakuläre Einlagen in der Luft

Kaufunger Modellflieger: Verfolgungsjagd am Himmel

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Hubschrauber im Anflug: Moritz Staib (im Hintergrund) hat ihn mit der Fernsteuerung fest im Griff.

Kaufungen. Moritz Staib lässt seinen Hubschrauber in der Luft tanzen. Noch eine Rolle in der Luft, dann dirigiert der 14-Jährige den Helikopter mit der Funkfernsteuerung sicher zum Boden zurück. Das Publikum hinter der Absperrung klatscht Beifall.

Der Schüler aus Körle gehörte zu den jüngsten Mitgliedern der Modellflieger-Gruppe Orion Kaufungen, die am Wochenende auf ihrem Gelände unterhalb des Sensensteins mit spektakulären Figuren ihrer Fluggeräte am Himmel für ihr Hobby warben. Moritz ist seit fünf Jahren Modellpilot, seit eineinhalb Jahren trainiert er bei Orion. Sein Traumberuf steht für ihn schon fest: Er will später Pilot für große Maschinen werden. Bis es so weit ist, lernt er an den Flugmodellen, mit den Tücken des Fliegens umzugehen. Nach zwei Bruchlandungen hat er seinen Hubschrauber selbst repariert.

Anschub zur Startbahn: Vereinschef Christoph Heise (links) hat mit fünf Metern Spannweite den größten Modellsegler.

Die Orion-Modellflieger zeigten ihrem Publikum während der beiden Flugtage, wie anspruchsvoll ihr Hobby ist, und dass sie zu den Besten indiesem Metier gehören. Ihr erfolgreichstes Mitglied Stefan Wachsmuth, Mitglied der Nationalmannschaft und mehrfacher Teilnehmer an Weltmeisterschaften, zeichnete mit seinem Hubschrauber virtuos spektakuläre Figuren an den Himmel, von der sogenannten Kobra-Rolle über die „Karibische Acht“ bis hin zu Flips und Loopings. Und Maurice Lumm bewies vor Publikum, dass er nicht umsonst in der Bundesliga der Modellflieger mitmischt. Klar ist, dass man solche Leistungen mit Konfektionsmodellen aus dem Modellbauladen nicht bringen kann. Die Orion-Spezialisten frisieren ihre Leichtbauflieger, damit sie wendiger und belastbarer sind als Standard-Modelle.

Das schlechte Wetter sorgte dafür, dass am ersten Flugtag deutlich weniger Zuschauer kamen als im Vorjahr. Sie wurden am Nachmittag mit einer Verfolgungsjagd am Himmel entschädigt: Bei der sogenannten Fuchsjagd versuchen mehrere Modellflieger, mit waghalsigen Flugmanövern dem verfolgten Flugzeug ein flatterndes Band zu entreißen. Am Sonntag wurden Modellflieger und Zuschauer dann mit Sonne verwöhnt.

Orion-Vorsitzender Christoph Heise hofft, dass die Flugtage den Nachwuchs im Verein verstärken. Die Hürden bei diesem Sport seien für Kinder höher als in anderen Sportarten. „Am Anfang benötigen sie viel Unterstützung von ihren Eltern“, sagte Heise. Immerhin hätten sich bereits zwei junge Interessenten für eine Mitgliedschaft bei Orion gemeldet.

Von Peter Dilling

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