Monika Peetz las im Wickehof aus ihrem neuen Buch „Sieben Tage ohne“

Kaum einer ist ahnungslos

Unterhielt gekonnt: Monika Peetz las aus ihrem neuen Roman „Sieben Tage ohne“. Foto: Schilling

Espenau. „Wer ist denn komplett ahnungslos?“ fragte Autorin Monika Peetz, bevor sie am Freitagabend im Espenauer Wickehof aus ihrem Buch „Sieben Tage ohne“ zu lesen begann. Damit erntete sie gleich fröhliches Gelächter, denn ahnungslos war fast niemand im überwiegend weiblichen Publikum.

Die meisten Besucher der Lesung, die im Rahmen der Espenauer Kulturtage stattfand, kannten den ersten Roman der Autorin: „Die Dienstagsfrauen“. Und so waren sie bestens vertraut mit den Protagonistinnen Eva, Estelle, Kiki, Carolin und Judith.

Während die fünf Freundinnen im ersten Buch auf Pilgerreise gingen, versuchen sie es in der Fortsetzung „Sieben Tage ohne“ mit Heilfasten. Die Idee stammt von Romanfigur Eva, die eigentlich ihren Vater finden will, was sie ihren Freundinnen aber verschweigt.

Besonders Evas Mutter Regine sorgte während der Lesung für viel Spaß mit Sätzen wie „Du weißt ich bin tolerant, aber wenn ich dir einen Tipp geben darf...“. Kurzweilig wechselte Monika Peetz zwischen vorlesen und erzählen und nahm immer wieder Bezug auf ihr Publikum. So begrüßte sie die männlichen Besucher mit den Worten: „Sind sie mitgeschleppt worden oder freiwillig da?“

Einer, der freiwillig da war, war Detlef Burkhardt aus Meimbressen. „Ich habe die Dienstagsfrauen gelesen und fand es sehr charmant, den Weg der Figuren zu verfolgen. Jetzt bin ich gespannt, wie die Geschichte weitergeht.“

Humorvoll erzählte Monika Peetz auch von der Verfilmung der Dienstagsfrauen, für die sie das Drehbuch geschrieben hat. So erklärte sie, dass es im Film nur vier Freundinnen sind, weil fünf Hauptdarstellerinnen zu teuer wären (auch deshalb, weil man dann drei statt nur zwei Maskenbildnerinnen bräuchte). Und dass, ebenfalls aus Spargründen, überwiegend auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe von Berlin gedreht worden sei, statt in den Pyrenäen.

Auf die Frage, wie sie für ihre Bücher recherchiere, antwortete Peetz schmunzelnd: „Ich komme ja vom Krimi. Da habe ich gelernt, dass man nicht alles ausprobieren muss, über das man schreibt“. Denn auch für den Tatort hat sie schon Drehbücher verfasst.

„Ich fand es sehr unterhaltsam. Die Autorin hat heute Abend den spritzigen Humor versprüht, den sie auch in ihren Büchern versprüht“, sagte Karin Hoffmann aus Grebenstein zum Abschluss der Veranstaltung.

Info: Monika Peetz, Sieben Tage ohne, Kiepenheuer & Witsch, 336 Seiten, 9,99 Euro.

Von Meike Schilling

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