Lohfeldener ärgern sich über mangelnde Angebote von Cafés im Ortszentrum

Kein Kuchen, keine Toilette

Kein Betrieb: Gähnende Leere in der Gastronomie am Bürgersee, der Hebel muss hier noch auf Saisonbetrieb umgelegt werden. Auch die nicht abgeräumte Baustelle der Gemeinde verstärkt diesen Eindruck. Fotos: Wohlgehagen

Lohfelden. „Es ist schade, dass wir hier noch keinen Kaffee mit Kuchen bekommen können“, sagte Herbert Hirdes. Der auf den Rollstuhl angewiesene, 65-jährige Lohfeldener kommt mit seiner Ehefrau sehr oft an den Bürgersee, um die beschauliche Stimmung zu genießen und um auch einmal einzukehren. Doch das Angebot lässt zu wünschen übrig.

Auf den Parkbänken sitzen weitere Besucher, die meisten kommen aus dem ASB-Altenzentrum am Quellenweg. Sie alle ärgern sich über das mangelnde gastronomische Angebot. Sie kritisieren, dass auf den Freiflächen in Seenähe noch keine Tische stehen. Das sei im vergangenen Jahr „viel besser“ gewesen.

„Wir haben geöffnet“, sagte Haiwen Mao, die Leiterin des China-Restaurants am Bürgerhaus. Sie ist auch für die beim Bürgerhausumbau komplett sanierte „Khiro-Bar“ am See verantwortlich. Bisher blieben aber selbst die wenigen Außensitzplätze unter dem Dach der Bar trotz des teilweise schon sommerlichen Wetters unbesetzt.

Das könnte auch am geringen Engagement liegen: Kuchen gibt es im April nur auf Vorbestellung und auch nur für Gruppen. Servicekräfte tauchen nur selten auf. „Wir beginnen erst am 1. Mai mit der Saison“, sagte Frau Mao.

Gemeinde: Nicht zwingend

Szenenwechsel: Das italienische Eis-Café an der Langen Straße neben dem neuen Restaurant „Maslo“ war an den bereits prächtigen Sonnentagen ein Selbstläufer. Die Außenplätze füllten sich immer zur Kaffeezeit besonders schnell. Auch auf der anderen Straßenseite, vor dem „Back- und Caféhaus“ von Inhaberin Bettina Herbold mit Bäcker- und Konditormeister Jörg Orth war schon Betrieb. Hier gibt es neuerdings auch schmucke Außensitzplätze. Das reichhaltige Angebot kommt an: Eine Frühstückskarte, Kaffee- und Kuchenspezialitäten, alkoholfreie Getränke und kleine Snacks. Wer aber einem dringenden Bedürfnis nachgehen muss, sucht im Café-Haus vergeblich nach Toiletten: „Wir müssen keine Toiletten vorhalten, in ganz dringenden Fällen gibt es aber eine Lösung“, versicherte Jörg Orth. Diese Rechtslage wurde von der Gemeindeverwaltung bestätigt. Für Cafés in dieser Größe ohne Alkoholausschank seien Toiletten nicht zwingend vorgeschrieben, hieß es im Rathaus.

Mit Sanitärbereich

Lange müssen die Besucher an dieser Stelle jedoch nicht mehr auf Toiletten verzichten: Das Café-Haus wird ab August erweitert. „Mit einem großzügigen Sanitärbereich“, sagte Jörg Orth. Geplant sei ein modernes Café mit mehr als 100 Plätzen auf zwei Ebenen. Im Erdgeschoss sind 36 Plätze vorgesehen und im Obergeschoss, das auch mit einem Aufzug zu erreichen ist, entstehen noch einmal 75 Plätze, sagte Jörg Orth. Die Investition erfolge gemeinsam mit einem Geschäftspartner.

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Von Hans-Peter Wohlgehagen

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