Lisa Feller gastierte mit ihrem Soloprogramm im Vellmarer Piazza

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Wortwitzig und rachsüchtig: Lisa Feller begeisterte die Gäste im Vellmarer Piazza mit ihren aktuellen Soloprogramm „Kill Bernd“.

Vellmar. Da waren sich wohl alle Besucherinnen des Vellmarer Piazzas einig. „Gut, dass ich kein Mann bin“, dürfte sich die weibliche Besucherschaft bei Lisa Fellers Soloauftritt am Samstagabend gedacht haben.

Den Männern im Saal blieb dann nur der Trost: „Gut, dass ich nicht Bernd bin.“ Denn als die aus der Schillerstraße bekannte Künstlerin ihr aktuelles Programm „Kill Bernd – aber vorher bringt er noch den Müll runter“ zeigte, ging sie mit ihrem unsensiblen Ehemann hart ins Gericht.

Als die frisch gebackene Mutter auf die Bühne im Piazza sprang und sich höflich für den Willkommensapplaus bedankte, wirkte sie allerdings alles andere als gefährlich. Doch schon nach kurzer Zeit entpuppte sie sich zur Freude der Zuhörerschaft als gnadenlos und rachsüchtig.

Etwa dann, als sie wortwitzig von Bernds Ex-Freundin erzählte. An Silvester würde sie diese selbstredend gern zu sich nach Hause einladen. Aber nur, um sie mit Blei zu übergießen, statt mit ihr Blei zu gießen. Oder wenn sie von ihren Entdeckungen an Bernds Computer berichtete. „Ein Internetverlauf ist wie ein Schwelbrand in einer Papierfabrik. Am besten sofort löschen, sonst geht die Hütte hoch.“

Die Gefahr bestehe allerdings auch, wenn Bernd zum Aufpeppen des Liebeslebens den Wunsch nach einem Abenteuer mit mehreren Frauen äußert. „Wenn er einen flotten Dreier will, soll er doch zum BMW-Händler gehen.“ Überhaupt fand sie sein diesbezügliches Ansinnen mehr als mutig. „Wie will er die 34 Sekunden auch noch auf zwei Frauen aufteilen?“

Es war aber nicht nur der Mann an ihrer Seite, der Lisa Fellers Gemüt erhitzte. Abgerechnet wurde auch mit diversen Spielplatzmüttern, die nichts als handwarme Apfelschnitze in einer Tupperdose zu bieten haben, mit „Pisa-Studien-Flüchtlingen“, die sich bei der KFZ-Anmeldung über den Begriff Schalter wundern, obwohl sie doch Automatik fahren oder mit Freundin Rosi, die kleine Kinder mit Schweißgeräten experimentieren lässt.

Mit ihrem verbalen Schlachtplan traf sie den Nerv des Piazza-Publikums. Am Ende gab’s dankbaren Applaus für einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend, bei dem außer den Lachmuskeln der Besucher niemand zu Schaden kam.

Von Martina Sommerlade

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