250 Besucher bei Kung-Fu-Schau der Shaolin-Mönche in Frommershausen

Sie kennen keinen Schmerz

Nachwuchs steht parat: Auch ein noch sehr junger Schüler zeigte auf der Bühne sein Können. Foto: Schilling

Vellmar. Mit exakt choreographierten Kampfszenen, akrobatischen Höchstleitungen und beeindruckender Körperbeherrschung präsentierten sich die Shaolin-Mönche bei ihrer Kung-Fu-Schau in der Mehrzweckhalle Frommershausen. In rasantem Tempo bewegten sie sich geschmeidig über die Bühne, schnellten scheinbar mühelos durch die Luft und zeigten ihre Beweglichkeit, indem sie ihre Körper auf jede nur erdenkliche Art und Weise verdrehten.

In der zweistündigen Show wurde über die Geschichte und das Leben der Shaolin-Mönche berichtet, untermalt von den Darbietungen der Akteure auf der Bühne. So erfuhren die etwa 250 Besucher, dass die Grundlagen des Kung Fu vor rund 1500 Jahren zur Selbstverteidigung entwickelt wurden von dem buddhistischen Mönch Bodhi-Dharma. Der war von Indien nach China in das Shaolin Kloster gekommen. Dazu zeigten die Shaolin-Mönche verschiedene Kampf- und Verteidigungstechniken sowie Meditations- und Bewegungsübungen.

Ein Ziel der Shaolin-Mönche ist es, dass der Geist den Körper beherrscht - und dadurch auch fähig ist, unempfindlich gegenüber Schmerzen zu werden. Auch hier beeindruckten die Akteure aus China die Zuschauer.

Zuerst durften sich die Besucher in der ersten Reihe von der Härte eines langen Stocks überzeugen, anschließend wurden mehrere dieser Stöcke auf Rücken, Bauch und Kopf eines Shaolin-Mönches zertrümmert.

Ein anderer Mönch legte sich mit dem Rücken auf scharfe Messer, mit denen zuvor eine Zucchini geschnitten wurde. Auf seinen Bauch kam ein Brett, dass auf beiden Seiten mit Nägeln gespickt war. Darauf legte sich ein zweiter Mönch. Der bekam eine Steinplatte auf den Bauch, die dann mit einem Hammer zertrümmert wurde. Aber auch Lanzen und Speere schienen den Darstellern auf der Bühne nichts anhaben zu können.

Laut der Erzählung endete die Tradition der Shaolin zu Beginn der 20. Jahrhunderts fast, als das Kloster zerstört wurde. Die Schau „Die Rückkehr der Shaolin“ gibt auf unterhaltsame Weise einen kleinen Einblick in die Techniken des Kung Fu und die Geschichte der Mönche – sehr zur Freude des Publikums, dass am Ende der Show begeisterten Applaus spendete. Mancher stellte sich im Foyer geduldig an, um ein Autogramm der Akteure zu bekommen.

Von Meike Schilling

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