Geschichts- und Museumsverein Fuldatal mit neuem Schauraum

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Ein-Blick Geschichte: Das neue Schauffenster des Geschichts- und Museumsvereins Fuldatal ermöglicht es, Exponate sowie künstlerische Werke aus dem Fundus des Heimatmuseums einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Darüber freuen sich Volker Luckhard (links) und Eberhardt Molkenthin, 1. und 2. Vorsitzender des Fuldataler Geschichtsvereins.

Fuldatal. Ein Schaufenster für den Geschichts- und Museumsverein Fuldatal (GuM) gibt es jetzt in der Kasseler Straße in Simmershausen.

Nach dem Heimatmuseum im Haus der Vereine und der Schauvitrine im Rathaus in Ihringshausen sowie der Museumsscheune in Wilhelmshausen hat der rührige Geschichtsverein nun eine weitere Möglichkeit, seine Exponate einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. „Ein-Blick Geschichte“ haben die Historiker das Schaufenster überschrieben und wollen dort abwechselnd verschiedene Objekte aus der Fuldataler Heimatgeschichte präsentieren.

„Wir wollen die Menschen neugierig machen, auch unsere anderen Ausstellungsstätten zu besuchen“, sagt GuM-Vorsitzender Volker Luckhard. Er freue sich über die jetzt gegebene Möglichkeit, in dem Schaufenster des ehemaligen Fleischergeschäftes im Simmershäuser Zentrum Fuldataler Geschichte darzustellen. Begeistert zeigten sich die ersten Bürger über das neue Objekt des Vereins – wie zum Beispiel Nachbar Heinz Knüppel, der sich nicht nur durch die Scheibe informierte, sondern auch einen Blick in den Raum dahinter warf, um sich die ausgestellten Stücke aus der Nähe anzusehen.

Auch Herbert Mansfeld fand die neue Möglichkeit für den Verein toll. Besonders dankbar ist Luckhard nicht nur seinem Stellvertreter Eberhardt Molkenthin, der durch seine Kontakte den Raum besorgt hatte, sondern auch Eigentümer Lothar Iffert, der dem Verein diesen Platz kostenlos überlassen hat.

Die erste Präsentation im neuen Schaufenster des Vereins erinnert an den Simmershäuser Töpfer, Keramiker und Künstler Rolf Weber, der seine Töpfer- und Keramikwerkstatt mit Unterbrechung im zweiten Weltkrieg von 1937 bis 1986 in der Karlsstraße betrieben hat. Dort wurden handgedrehte Steinzeuggefäße für den Wohnbedarf und Baukeramik als Einzelanfertigung hergestellt.

Exponate als Dauerleihgabe

Die meisten der jetzt ausgestellten Stücke übergab Klaus Heine aus dem baden-würtembergischen Ehningen, dessen Vater Heinrich bei Weber gelernt und die Meisterprüfung abgelegt hatte, dem Fuldataler Heimatmuseum als Dauerleihgabe. Dort ist auch ein Kamin vorhanden, der aus der Werkstatt von Weber stammt. Weitere sogenannte Baukeramik wie Wandbildflächen schuf Weber unter anderem im Schwimmbad auf dem Sensenstein sowie im Speisesaal des Bundesgrenzschutzes, der heutigen Bundespolizei, in der Dr.-Adenauer-Unterkunft in Ihringshausen. (phk)

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