Söhrewalder Förderverein engagiert sich seit einem Jahr für Nachmittagsbetreuung

Kickern nach der Schule

Ins Spiel vertieft: Die Betreuerinnen Ruth Endlich und Jutta Ochs (hinten, jeweils von links) sowie Christina Wetzel (Kassiererin des Fördervereins) schauen Jonathan Harz (vorn), Laura Schmidt, Karla Roß, Sophia Winter, Henry Henkel, Luis Winter, Katharina Tscherner und Lukas Rzittky beim Kickern zu. Fotos:  Wienecke

Söhrewald. Sie sind sechs bis zehn Jahre alt, besuchen eine der acht Klassen der Grundschule in Wellerode und haben berufstätige Eltern – bis zu 20 Kinder besuchen die Nachmittagsbetreuung, die der Verein zur Förderung der Kinder der Grundschule Söhrewald angestoßen hat und seit Januar 2012 anbietet.

Aufwertung der Gemeinde

„Das ist eine enorme Aufwertung für die Gemeinde“, sagt Bettina Harz vom Förderverein, die ihr Amt als zweite Vorsitzende kürzlich an Markus Schilling weitergab. Als es dieses Angebot noch nicht gab, hätten Eltern auf die Schule in Lohfelden ausweichen müssen, berichtet sie.

Familien, die mit der Betreuung der Kinder, die der Landkreis bis 13.30 Uhr anbietet, nicht auskommen, können ihren Nachwuchs nun seit einem Jahr bis 16.30 Uhr in der Schule lassen. Ruth Endlich ist gelernte Erzieherin. Befristet für drei Jahre wird ihr Einkommen durch das Förderprojekt Bürgerarbeit der Europäischen Union (EU) gewährleistet. Bürgermeister Michael Steisel (SPD) hatte von dem Projekt erfahren und die Teilnahme vor einem Jahr schnell noch gesichert. „Es galt, eine Lösung zu finden“, sagt der Bürgermeister. „Uns kostet das Projekt jetzt drei Jahre lang nichts“, sagt er.

Unterstützt wird Ruth Endlich, die 20 Wochenstunden arbeitet, durch die Kinderpflegerin Jutta Ochs aus Wattenbach und durch Detlef Zeyen aus Eiterhagen, deren Übungsleiterhonorare durch den Förderverein beglichen werden.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen machen die Kinder im Betreuungsraum Hausaufgaben. „Die Größeren helfen dabei auch den Kleineren“, berichtet Ruth Endlich. „Im Anschluss wird frei gespielt oder ich mache Angebote“, sagt die 50-Jährige aus Wellerode. Der Stuhlkreis, eine Mini-Olympiade und eine Schnitzeljagd kommen bei den Kindern besonders gut an.

Inge Meibert, Volker Müller und Marita Bernhardt von der Laienspielgruppe Söhreperlen überreichten Miriam Lange, der Vorsitzenden des Fördervereins, nun bereits die zweite Spende in Höhe von 500 Euro. In diesem Jahr ist der Betrag für das Zirkusprojekt der Schule gedacht. „Wir würden auch gern weitere Arbeitsgemeinschaften anbieten“, berichten die Mitglieder des Fördervereins. Derzeit gibt es bereits eine Handarbeits-AG.

Von Bettina Wienecke

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