Kinder pflanzten 24 Eichen im VW-Werk

Gut gelaunt: Die Kinder der Ferienspiele im Baunataler VW-Werk pflanzten 24 Stieleichen, darunter auch Niklas (6, vorn von links), Lorenzo (6) und Klara (7). Über die Aktion freuten sich auch Michael Scholtyssek (Vertrieb Original-Teile, hinten von links), Personalchef Dr. Michael Ritter, Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold und Werkleiter Prof. Hans-Helmut Becker. Fotos: Kühling

Baunatal. Es ist ein buntes freundliches Bild, das sich aus den Farben des Herbstes sowie aus Gesichtern und Kleidung von 50 Jungen und Mädchen vor dem Baunataler VW-Werk komponiert. Beim Ferienprogramm des Unternehmens pflanzen sie 24 Bäume.

Die Kinder, die diese Woche beim Ferienprogramm des Autobauers am Standort Baunatal mitmachen, nehmen Spaten, Schaufeln und Eimer in die Hände, um 24 Stieleichen auf der Wiese vor der Nordfassade des Werkes zu pflanzen.

Das Projekt der Ferienkinder, das Teil einer weltweiten Umweltaktion mit dem Namen „Plant for the Planet“ ist, ist nur ein kleiner Baustein zahlreicher Ansätze für mehr Umweltschutz im VW-Werk. Nicht zuletzt hat das Werk ja schon eine enge Verbindung zum Thema, weil es Produktionsort für den Bau der umweltfreundlichen Elektromotoren für die Modelle Up und Golf ist.

Bei Volkswagen sei Umweltschutz bereits wesentlicher Bestandteil der Unternehmensziele, betont Werkleiter Prof. Hans-Helmut Becker. Rupert Zeh, Chef der Werktechnik, nennt zwei aktuelle Beispiele: Bis zum Jahr 2018 wolle der Standort Baunatal den Verbrauch von Trinkwasser um 25 Prozent senken. Derzeit verbrauche das Werk 1,1 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr, erläutert Zeh. Unter anderem soll künftig das für die Maschinen in der Produktion benötigte Wasser so aufbereitet werden, dass man es zumindest für zwei Durchläufe verwenden kann.

Auch bei der Abfallentsorgung legt das Konzernmanagement die Messlatte von minus 25 Prozent an. Von dem Müll, der derzeit noch auf Deponien lande, solle bis 2018 ein Viertel in der Produktion wiederverwertet werden, sagt Zeh. In anderen Teilen - etwa beim Verpackungsmüll - gebe es bereits eine hundertprozentige Rückgewinnung.

Schon vor Jahren wollte Werkleiter Becker die Nutzung von Solarenergie auf dem Werkgelände vorantreiben. Auf der Halle 6 wurden im April 2010 auf einer Fläche von 7200 Quadratmetern Solarmodule aufgestellt. Damit lässt sich Strom für 250 Einfamilienhäuser erzeugen.

„Ich wollte noch mehr haben“, sagt Becker. Die Statik der restlichen Hallen lasse aber einen großflächigen Aufbau von Solaranlagen leider nicht zu. Sprich: Die Solarmodule sind zu schwer für die Dachkonstruktionen der alten Hallen.

Als sehr umweltfreundlich am Standort Baunatal gilt die neue Gasturbine im eigenen Kraftwerk. Diese habe einen Wirkungsgrad von 93 Prozent, so Zeh. Und genauso nutze man in dem Energieverbund der VW-Kraftwerke die eigenen Windkraftanlagen im Werk Emden für die Energieversorgung mit. „Nicht jeder Standort muss also jede Technik haben.“

Von Sven Kühling

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