Drei- bis Sechsjährige aus Espenau verarbeiteten selbst gesammelte Äpfel von Streuobstwiese

Kinder pressten ihren eigenen Saft

Wir machen Apfelsaft: (von links) Claudia und Stefan Schneider von der Streuobst-Initiative im Landkreis Kassel (SILKA) helfen den Kindergartenkindern beim Herstellen von Apfelsaft.

Espenau. Aufgeregt drängen sich die Kinder um die Obstpresse. In einem durchsichtigen Plastikeimer sammelt sich der trübe und süße Saft. Der Duft von Äpfeln erfüllt die Räume der Kindertagesstätte Espe-Aue in Espenau. Rund 50 Kilogramm Äpfel haben 40 Kindergartenkinder gewaschen, geschnitten, gemaischt und gepresst. Unterstützt wurden die Drei- bis Sechsjährigen von Stefan und Claudia Schneider von der Streuobst-Initiative im Landkreis Kassel (SILKA), die auch die Geräte zur Verfügung stellten.

Als Teil des Ernte-Dank-Festes, das im Kindergarten dieses Jahr unter dem Motto Obst- und Gemüsegarten steht, passt die Herstellung des eigenen Apfelsaftes perfekt in das Thema. Bereits einen Tag zuvor haben die Kindergartenkinder auf einer Streuobstwiese in Espenau Äpfel aufgesammelt. Aber auch der Garten des Kindergartens und die heimischen Gärten der Kinder sorgten für prall gefüllte Körbe mit unterschiedlichen Apfelsorten. „Die Kinder lernen den Produktionsprozess kennen und erfahren, dass der Apfelsaft eben nicht aus dem Tetrapak kommt“, sagt Kitaleiterin Monika Creutzburg.

Dabei kamen die Kindergartenkinder ganz auf ihre Kosten. Der fünfjährigen Charlotte hat vor allem das Waschen der Früchte viel Spaß gemacht. „Ich habe meinen schönen roten Lieblingsapfel sauber gemacht.“ Auch die fünfjährige Helin schnippelt gerne die Äpfel in kleine Stückchen und findet die Presse „schön“. „Der Apfelsaft ist richtig lecker“, betont das Mädchen. Der fünfjährige Arne hingegen ist vom Maischen der Früchte beeindruckt. Der sechsjährige Azad findet den frisch gepressten Apfelsaft lecker, auch wenn er „wie Pipi aussieht“.

Bevor es mit dem Pressen losging, erfuhren die Kindergartenkinder noch Wissenswertes über die Tiere, die auf einer Streuobstwiese leben und welche Bäume in unserer Heimat wachsen. „Die Kinder werden für die regionalen Produkte und die Vielfalt der Äpfel sensibilisiert“, sagt Monika Creutzburg. Auch ein christlicher Hintergrund stehe hinter der Aktion. „Wir möchten damit unsere Dankbarkeit zeigen für die guten Lebensmittel, die wir haben, was keine Selbstverständlichkeit ist.“ (pju)

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