Besuch im Hort in Vellmar: Kurzer Einblick in die Welt von Oboe und Kontrabass

Kinder treffen auf Klassik

Einmal drücken bitte: Während Ute Liebich ordentlich in das Instrument bläst, klimpern Cheyene (7, von links), Nick (9), Andre (7) und Sofia (6) an der Oboe herum. Fotos:  Grigoriadou

Vellmar. Die Finger schnellen in die Höhe, die Kinder schnippen Zeige- und Mittelfinger gegeneinander und können sich kaum halten, als die Klänge zu Pippi Langstrumpf im Raum schwingen. Passend zum Projekt Musik und Musikinstrumente, bekamen die Mädchen und Jungen des Kinderhorts in Vellmar-West musikalischen Besuch.

Projekt Musik

„In den Ferien haben wir die Möglichkeit, unseren Kindern schöne Projekte anzubieten“, sagt Regina Kröner. Sie ist die Leiterin des Horts und selbst fasziniert von den majestätischen Instrumenten.

Mit Kontrabass und Oboe im Gepäck stehen Kerstin Lück-Matern und Ute Liebich vor 20 Kindern und zeigen Stück für Stück ihre Instrumente. Die beiden Frauen sind Mitglieder des Orchesters im Kasseler Staatstheater und staunen über das Allgemeinwissen der Hortkinder. „Der Kontrabass ist ein Streichinstrument“, „Ja und er ist innen hohl“, antworten die jungen Zuhörer auf die Fragen der Musikerinnen. Und dann kommt ein kleines Ratespiel: Welches Lied ist das? Gemeinsam stimmen Oboe und Kontrabass den Schwanensee, Harry Potter und die Sendung mit der Maus an. Alle Lieder sind bekannt, werden mitgesummt oder gesungen. „Ihr seid Klasse“, lobt Kerstin Lück-Matern.

Theorie und Praxis

Wie wird der Ton übertragen? Warum klingt ein altes Holzinstrument viel besser, als ein Neues? Der musikalische Vormittag linderte nicht nur die Neugierde der Mädchen und Jungen. Auch Hortleiterin Regina Kröner und ihre Mitarbeiterinnen lernten viel dazu.

„Der Ton wird über den Steg in das Instrument geleitet“, erklärt Kerstin Lück-Matern. „Und Holz hört nie auf zu arbeiten, es verändert sich mit der Zeit. Daher klingt ein Ton auch immer schöner, je älter das Instrument ist.“ Dass ein Kontrabass-Ton eine Kerze auspusten kann, glauben die Kinder weniger, aber dann hält Moritz eine Kerze an die F-förmige Öffnung des Holzinstruments und nach einigen Streichern fängt die Flamme bedenklich an zu zittern.

„Wir versuchen Eltern, die besondere Berufe haben, zu uns einzuladen. So lernen die Kinder ein breites Spektrum kennen“, sagt Regina Kröner. Klinikumsbesuche und ein Vormittag beim Steinmetz gab es auch schon. „Unser Moritz hat beim Theaterfest im September bei der Tombola diesen musikalischen Besuch gewonnen.“ Und dieser passt in die Reihe der Elternbesuche, denn Moritz Mama ist Kerstin Lück-Matern.

Von Anthoula Grigoriadou

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