Jugendausschuss empfiehlt Anbau an Kita Espe-Aue – Eine vierte Gruppe vorgesehen

Kindergarten soll wachsen

Neuer Raum: Espenaus Bauamtsleiter Christian Steltmann (rechts) stellte die Pläne für den neuen Anbau mithilfe einer Power-Point-Präsentation vor. Die Veranstaltung fand im Mehrzweckraum statt, der zum vierten Gruppenraum umfunktioniert werden soll. Das Fenster links würde zur Tür, die in den neuen Anbau führt. Foto: Schilling

Espenau. Der Plan der Espenauer Gemeindeverwaltung, in der Kindertagesstätte Espe-Aue in der neuen Mitte eine vierte Gruppe einzurichten, hat eine wichtige Hürde genommen. Der Jugendausschuss der Gemeinde votierte einstimmig für das Projekt. Folgt die Gemeindevertretung dieser Empfehlung, dann steht einer Erweiterung der Kita nichts mehr im Weg.

Die Mitglieder des Jugendausschusses hatten ihre Sitzung diesmal in den Kindergarten Espe-Aue verlegt, um sich dort ein Bild von den vorhandenen Räumlichkeiten zu machen. Zudem stellte Espenaus Bauamtsleiter Christian Steltmann vor, wie die Erweiterung aussehen könnte.

Geplant ist ein rund 60 Quadratmeter großer Anbau, der etwa 125 000 Euro kosten wird. Der Anbau soll vom bisherigen Mehrzweckraum aus zugängig sein und einen weiteren Eingang von außen bekommen. Der Mehrzweckraum würde dann als neuer Gruppenraum genutzt, der Anbau als Mehrzweckraum. Eingerichtet werden soll die vierte Gruppe nach Möglichkeit zum Start des neuen Kindergartenjahres 2015/16 am 1. September.

Nötig ist die Erweiterung des Kindergartens, weil durch die Erschließung neuer Baugebiete viele junge Familien nach Espenau ziehen, wodurch die Anmeldungen in den zwei Espenauer Kindergärten Sonnenhang und Espe-Aue steigen. Bisher stehen laut Martina Sack von der Gemeindeverwaltung schon fünf Kinder auf der Warteliste für das neue Kindergartenjahr. Bis zum Sommer rechnet sie aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre noch mit einem deutlichen Anstieg der Anmeldungen.

Wie berichtet könnten es nach Angaben von Albrecht Bertelmann von der Gemeindeverwaltung dann um die 20 Kinder sein, die ohne die neue Gruppe keine Chance auf einen Kindergartenplatz hätten.

Gespräche seit Januar

Damit es nicht soweit kommt, hatten sich die beiden Leiterinnen der Espenauer Kindergärten, Monika Creutzburg (Espe-Aue) und Bärbel Umlang-Klein (Sonnenhang), mit Bürgermeister Carsten Strzoda und Vertretern des Bauamtes und der Gemeindeverwaltung bereits im Januar zusammengesetzt und verschiedene Möglichkeiten besprochen.

Der Anbau ist für Monika Creutzburg eine gute Lösung. Sie machte aber auch deutlich, dass eine weitere Gruppe nicht ohne zusätzliches Personal zu meistern sein wird. „Wir können junge Familien nicht mit günstigen Bauplätzen anlocken und dann nicht genug Kindergartenplätze anbieten.

Bei den Kindern zu sparen wäre der falsche Ansatz“, sprach sich Volker Knebes (SPD) für das Projekt aus. Und auch Sabrina Palme, Vorsitzende des Fördervereins des Kindergartens, begrüßte die Pläne. Sie wollte aber auch wissen, wie der Anbau finanziert werden soll. „Steigen dann die Kindergartengebühren?“, fragte sie den Vorsitzenden des Jugendausschusses, Gerhard Wengler. Der betonte, dass eine Beitragserhöhung erst mal nicht vorgesehen sei.

Von Meike Schilling

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