GSV Eintracht Baunatal plant einen Sozialfonds - Kostenlose Mitgliedschaft im Verein

Kindern Chancen bieten

Stießen aufs neue Jahr an: Ingrid Pfaff (links), Elke und André Gatermann und Josef Fischer (rechts, Dritte bis Fünfter von links) von der Handballabteilung des GSV Eintracht. Foto: Dilling

Baunatal. Wer sein Haus in Ordnung hat und von Erfolg zu Erfolg eilt, der kann sich auch um diejenigen kümmern, die nicht auf der Sonnenseite stehen: Bei der Neujahrsbegrüßung des GSV Eintracht, des zweitgrößten Baunataler Vereins, kündigte dessen Vorsitzender Claus Umbach ein Projekt seines Vereins zur Förderung benachteiligter Kinder an. Schon in einigen Wochen soll es losgehen.

Kinderarmut habe sich in Deutschland verfestigt und führe dazu, dass es in vielen Bereichen keine Chancengleichheit mehr gebe, sagte Umbach. Er schätzt, dass es im Einzugsbereich des GSV etwa 100 Kinder gibt, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Diesen Kreis wolle der Verein mit kostenloser Mitgliedschaft, kostenlosen Sportangeboten, Hausaufgabenbetreuung, Gratis-Eintritt zu Sport- und Kulturveranstaltungen und Zuschüssen bei der Anschaffung von Sportbekleidung helfen. Der GSV will dabei eng mit den Schulen zusammenarbeiten.

Zur Finanzierung des zunächst auf ein Jahr angelegten Projekts werde man einen Sozialfonds einrichten, der sich aus Spenden speisen solle. Man setze dabei auch auf die Stadt Baunatal als Mittler und „Türöffner“, sagte Umbach gegenüber der HNA. Bürgermeister Manfred Schaub erklärte, er habe die Schirmherrschaft übernommen. Das Vorhaben des Vereins ergänze die Bemühungen der Stadt, durch Bewegungs- und Gesundheitsförderung die Entwicklungschancen Baunataler Kinder zu verbessern.

Mehr Mitglieder

Umbach zog eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. Der Verein habe seine Mitgliederzahlen weiter steigern können. Ende 2010 gehörten 3381 Sportler dem GSV an, das sind 140 mehr als ein Jahr zuvor. Fast die Hälfte sind Kinder und Jugendliche. Diese Gruppe ist vor allem für den Zuwachs verantwortlich.

Sportlich habe der Verein fast alle seine gesteckten Ziele erreicht, sagte Umbach. Bürgermeister Schaub sagte, die Zuschüsse der Stadt seien beim GSV gut angelegt. Er kämpfe darum, dass im Zuge der Neuordnung der Sportwetten die Kommunen nicht auf der Strecke blieben. Diese seien auf die Ausschüttungen der staatlichen Lotterie angewiesen. Er sei über dieses Thema schon in Gesprächen mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier

ARTIKEL UNTEN

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.