Simmershäuser Vorschüler besuchten das Ausbesserungswerk der DB Regio in Kassel

Kindheitstraum Lokführer

In der Lokführerkabine: Jan (von links), Hanna und Malte gefiel es im leeren Zug, der im Kasseler Ausbesserungswerk der Bahn AG DB Regio wieder aufgebaut wurde. Fotos: Knauth

Fuldatal. „Habt ihr auch Lokomotiven?“ „Wo kommt der Diesel für die Lokomotive her?“ „Gibt es eine Tankstelle für Züge?“ Viele Fragen schwirren im Vorraum der Werkstatt im Ausbesserungswerk der DB Regio in Kassel herum, als die Kinder des Kindergartens Simmershausen gespannt darauf warten, hereingelassen zu werden.

Spannung und Aufregung steht den baldigen Schulanfängern förmlich ins Gesicht geschrieben, als sie den beiden stellvertretenden Teamleitern Knut Knoblauch und Björn Goblirsch endlich in die Werkstatt folgen dürfen.

„Das ist aber eine große Werkstatt“ stellen die Kinder überrascht fest. Neben Rangierloks, die die Züge aus dem Hauptbahnhof in die Abstellgleise ziehen, sind hier auch Züge untergebracht, die gewartet werden müssen. Bei dem einen Zug wird am Motor gearbeitet, ein anderer wiederum bekommt neue Räder.

Knut Knoblauch erklärt den Kindern was an dieser und jener Lok repariert werden muss. „Um neue Räder zu bekommen, wird ein Zug wie ein Auto mit einer Hebebühne hochgefahren“, sagt Knut Knoblauch. „Aber jetzt kann man ja gar nicht mehr einsteigen“, empören sich die Kinder. „Das stimmt, es sei denn ihr seid gute Turner“, erwidert Knoblauch lächelnd.

Weiter hinten in der großen Halle liegt eine Achse für einen Zug. „Die ist ganz neu“, betont Björn Goblirsch. Staunend stehen die Kinder vor der Achse, die doch so viel größer ist, als vermutet. Ein komplett leerer Zug wartet ebenfalls in der Halle darauf „restauriert“ zu werden. „Das ist ja riesig hier drinnen. Warum ist hier so viel Platz?“ fragt einer aus der Gruppe. Anke Göpper, die Mutter des kleinen Julian, ist Lokführerin und hat die Besichtigung arrangiert. Sie weiß eine Antwort: „Hier waren vorher die Sitze drin und man hatte nur den schmalen Gang. Jetzt wurde das alles rausgerissen, um den Zug wieder schick zu machen. Neue Farbe, neue Sitze, die Züge werden Stück für Stück wieder neu aufgebaut.“

Was ganz Besonderes haben sich die beiden stellvertretenden Teamleiter noch für die Kinder zum Abschluss ausgedacht. Einmal selbst hinter dem Steuer der Tram sitzen und auch selber fahren. Das ließen sich die Kids nicht zweimal sagen. Mit Begeisterung stiegen sie in die Tram und auf einem Abstellgleis durfte jeder einmal sein Glück probieren. Das Geburtstagskind Leon natürlich zuerst. „Das war cool“ freute er sich.

Von Mareen Knauth

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