"Nicht hinter Mauern verstecken"

Kirchengemeinden: Taufen im Grünen sehr beliebt

Lohfelden / Kassel. Sie tun es im Park, auf einem zentralen Platz oder an einem Bachlauf im Wald: Immer mehr evangelische Christen kommen in den Sommermonaten zu Tauffesten unter freiem Himmel zusammen. Bei den Gläubigen stößt die neue Form auf großes Interesse.

So kamen zu einem Tauffest am Fahrenbach bei Vollmarshausen 500 Menschen – 28 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Vollmarshausen, Wellerode und Wattenbach/Eiterhagen ließen sich hier zusammen taufen. Auch in Lohfelden und Kassel sind in nächster Zeit Tauffeste geplant.

Anschließend Picknick

„Wir begrüßen das sehr, dass die Kirchengemeinden sich hier engagieren“, sagte Pfarrer Thomas Vogt (Vellmar) als stellvertretender Dekan im Kirchenkreis Kaufungen, wo 70 000 Gläubige in 41 Gemeinden zusammengefasst sind. Für ihn ist es eine erfreuliche Entwicklung.

„Wir zeigen, wer wir als Kirche sind. Wir verstecken uns nicht hinter Mauern, sondern gehen raus zu den Menschen, dorthin, wo sie leben.“ Für manche Menschen sei dies einfacher, als in die Kirche zu kommen.

Das Tauffest in Vollmarshausen gestalteten die Pfarrerinnen Kerstin Grenzebach (Vollmarshausen) und Beate Bachmann-Voss (Wattenbach/Eiterhagen) mit Pfarrer Werner Pausch (Wellerode), musikalisch unterstützt wurden sie vom Projektchor Wellerode und der Band „Die Starboys“.

Pfarrer Pausch bezeichnete die Taufe in seiner Predigt als eine „Wasserstraße der Nächstenliebe“, die das Leben verändere und jeden Getauften mit in eine Gemeinschaft hineinnehme, in der man sich geborgen fühle. Zuvor sang Pfarrerin Grenzebach das lyrische Kirchenlied „Vergiss es nie, du bist du“, während ihre Kollegin Bachmann-Voss die Eltern und Taufpaten um die Zusage bat, die Täuflinge im christlichen Glauben erziehen zu wollen. Die einzelnen Taufen fanden an drei kleinen Stationen am plätschernden Fahrenbach statt.

Weil das Wetter mitspielte, verweilten die Familien anschließend noch ein paar Stunden auf dem Festplatz, um die Taufe ihrer Kinder und Enkelkinder bei einem Picknick zu feiern.

Ein mehr als 20-köpfiges Team und engagierte Konfirmanden hatten für die Organisation und einen reibungslosen Ablauf des Fests gesorgt. ´

Von Holger Schindler und Hans-Peter Wohlgehagen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.