Niedervellmarer Förderkreis versteigerte gestaltete Unikate für Heizung – Erlös der Aktion: 1520 Euro

Die Kirchenstühle unterm Hammer

Guter Deal: Dieter Wagner (links) freut sich darüber, dass er den von Bürgermeister Dirk Stochla eigenhändig gestalteten Stuhl für 50 Euro erwerben konnte. Fotos: Brandau

Vellmar. Den Erntedankgottesdienst haben die evangelischen Christen von Ober- und Niedervellmar noch in ihren jeweiligen Kirchen gefeiert. Doch anschließend wurde im Kirchsaal der Niedervellmarer Adventskirche ein gemeinsames Mittagessen angeboten, zu dem die Niedervellmarer Kirchengemeinde die Suppe und die Obervellmarer das Brot gestiftet hatten.

Und damit sollte die Gemeinsamkeit nicht enden, denn das war auch eine gute Gelegenheit, im Anschluss die lange geplante Stuhlversteigerung zu organisieren, mit deren Erlös ein Teil der angefallenen Kosten für neue Heizkörper in der Adventskirche beglichen werden soll.

Schon vor Monaten wurden nicht mehr benötigte Stühle an verschiedene Personen verteilt, immer mit der Bitte verbunden, diese nach eigenem Geschmack zu gestalten, damit sie zum Erntedankfest für den guten Zweck versteigert werden können. Alle Vellmarer Pfarrer, der Bürgermeister und sogar die Dekanin beteiligten sich an der Aktion, die vom eigens gegründeten Förderkreis Kirche Niedervellmar ins Leben gerufen wurde.

Rund 150 Interessierte bestaunten die liebevoll und künstlerisch gestalteten Stühle zu Beginn der Versteigerung, die gemeinsam von der früheren Pfarrerin Maike Westhelle und Gemeindepfarrer Thomas Vogt sachkundig und humorvoll vorgenommen wurde. Bei einem Anfangsgebot von 20 Euro wurden die Stühle angeboten, doch sehr oft war der Erlös um vieles höher. So wie bei dem Exponat, das Bürgermeister Dirk Stochla eigenhändig gestaltet hatte. Für 50 Euro wechselte das kleine Kunstwerk den Besitzer. Es war Dieter Wagner, der den Stuhl mit dem Vellmar-Wappen mit nach Hause nehmen durfte.

Am Ende freute sich der Förderkreis über einen Erlös von 1520 Euro aus der Stuhlauktion. Doch Bürgermeister Dirk Stochla hatte noch eine Überraschung mitgebracht. „Wir vom Magistrat fanden diese Idee so gut, dass wir uns entschlossen haben, den Erlös aus dem Konzert der Bundespolizei am 7. November auch dem Förderkreis zu spenden“, versprach der Rathauschef.

Von Werner Brandau

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