Kirmes in Schauenburg-Breitenbach mit spezieller Handschrift

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Der Kirmeskarle wird herumgekarrt: Das Bild entstand Anfang der 50er-Jahre in Breitenbach, auch der kleine Albert Schindehütte (in der Bildmitte markiert) marschierte mit.

Schauenburg. Der kleine Blondschopf fast in der Mitte des alten Fotos ist Albert Schindehütte. Er marschierte mit, als der Kirmeskarle - Symbolfigur des Festes - Anfang der 50er-Jahre durch Breitenbach gekarrt wurde.

Nun findet sich das Schwarz-Weiß-Foto im zweiten Kirmesblättchen - vier davon erscheinen vor dem nächsten Fest vom 22. bis 24. Juni. Mit seinen typischen Zeichnungen und Schriftzügen gestaltet hat sie jener Albert Schindehütte, der - inzwischen 72 - längst ein bekannter Künstler ist, in Hamburg lebt, aber regelmäßig in die Heimat kommt ist.

Schindehütte, den die meisten „Ali“ rufen, hat eine unverkennbare Handschrift entwickelt, im übertragenen wie im tatsächlichen Sinne. Kalligrafien sind neben großformatigen Holzschnitten seine Spezialität, in unserer Region an vielen Stellen zu bewundern. Nicht zuletzt ist die Schauenburger Märchenwache in seinem Kopf entstanden und dann mithilfe Gleichgesinnter vor 15 Jahren in Breitenbach realisiert worden.

Die ungewöhnliche Serie der künstlerisch gestalteten Kirmesblättchen mit vier Seiten im Din-A5-Format beruhe auf einer Idee des Kirmesteams, sagt Schindehütte. Die Truppe hat diesmal das Thema Märchen für das Fest gewählt. Und wie in den 50er-Jahren sind der Kirmesbär und der Karle dabei.

Die Fahne der Kirmes entstammt ebenfalls einer Zusammenarbeit der Kirmesorganisatoren mit Schindehütte. Der hatte dafür in Hamburg eigens Filz, Litze und künstliche Blumen besorgt, so erzählt er am Telefon - seine besondere Handschrift kommt beim Gestalten des Banners in Breitenbach dazu.

Die vier Kirmesblättchen mit den Zeichnungen, dem Foto aus den 50er-Jahren und weiteren Bildern vom Fest in früheren Zeiten, mit einem in vier Kapiteln als Fortsetzungsroman erzählten Märchen und dem Kirmesprogramm fanden und finden die Breitenbacher in ihren Briefkästen. Alle anderen können sich die Originale seit Freitag, 15. Juni, in der Märchenwache in Breitenbach, Lange Straße 2, anschauen.

www.maerchenwache.de

Von Ingrid Jünemann

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