Klänge wie aus dem Märchen

Heeresmusiker spielten vor Rekordkulisse 6000 Euro für guten Zweck ein

Mit Pauken, Schellen und Posaunen: Die Heeresmusiker begeisterten das Publikum in der Baunataler Stadthalle durch professionelles Spiel und ihr umfangreiches Repertoire. Udo Seifert (vorn rechts) brachte die Zuhörer mit Fernseh-Hits in Stimmung. Fotos:  Dilling

Baunatal. Was haben die Bremer Stadtmusikanten mit dem amerikanischen Calypso-Star Harry Belafonte zu tun? Die Antwort lieferte das Heeresmusikkorps 2 aus Kassel während seines Benefizkonzerts am Sonntag in der Baunataler Stadthalle.

Die Komposition, die der Japaner Hayato Hirose zu Grimms Märchenfabel geschrieben hat, spielen die Militärmusiker genauso hinreißend wie die schnellen Rhythmen der Belafonte-Evergreens.

Das bewies der heftige Beifall von 822 Zuhörern, die die Baunataler Stadthalle bis auf den letzten Platz füllten. Dabei klatschten Dirk Engels, Vorsitzender desa Kuratoriums Aktion für Behinderte Stadt und Landkreis Kassel, und Pfarrer Joachim Bertelmann, Vorstand der Baunataler Diakonie Kassel, wohl am lautesten: Ihre sozialen Organisationen teilen sich das Einspielergebnis von 6000 Euro.

Zu einer Neuauflage des Public Viewings aus dem vergangenen Jahr im Stadtverordnetensaal kam es dagegen nicht. Das Konzert gucken auf Leinwand habe man kurzfristig abgesagt, weil das Interesse daran zu gering gewesen sei, sagte Jens Weimann von der Stadt Baunatal. Außerdem habe man die Interessenten auf der Warteliste noch mit Konzertkarten bedienen können, weil eine Reihe von Tickets wegen Erkrankungen zurückgegeben worden seien, sagte der Stadthallenleiter.

Jedes Mal was neues

Es geht wohl nichts über einen Konzertgenuss, bei dem man den Musikern Auge in Auge gegenübersitzt. Das gelte vor allem für deutschsprachige Musik, meinte Christina Bartholmei aus Baunatal, die mit ihrem Mann Dieter das Konzert verfolgte. Sie hätten sich nach dem Lesen einer Ankündigung in der HNA schon im September die Karten besorgt, berichtete Bartholmei. „Die lassen sich jedes Mal etwas Neues einfallen“, so lobte der Baunataler die Heeresmusiker.

Premiere feierten die Militärbläser nicht nur mit dem Märchenauftritt, als sie die Erzählerin Petra Glahn musikalisch begleiteten. Viel Beifall gab es auch für das musikalische Duett des Saxophon-Ensembles des Korps mit den Aktiven des Gesang- und Kulturvereins Kirchbauna zu den Musical-Melodien der West Side Story.

Es gab nicht nur leichte musikalische Kost. Gleich nach den ersten Minuten testeten Peter Cloos, Julia Kleinhenz, Andreas Tischer und Micha Klappert mit ihren Waldhörnern das Musikverständnis ihres Publikums, das zum Finale „Oh du fröhliche...“ mitsingen durfte. (pdi)

Fotostrecke: Heeresmusikcorps in der Baunataler Stadthalle

Heeresmusikcorps in der Baunataler Stadthalle

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.