Kleine Welt ganz groß betrachten

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Ralph Pläsier in seinem Element: Der gelernte Bauingenieur liebt es, sich in die Welt des Mikrokosmos zu vertiefen.

Pantoffeltierchen oder Saturn, Pflanzenpräparate oder Mond – auf Ralph Pläsier übt alles, was man durch optische Gläser betrachten kann, eine besondere Faszination aus. „Mein erstes Mikroskop baute ich mit zehn Jahren zusammen“,

erzählt er. Es blieb nicht beim Holzmikroskop von damals, und auch nicht bei diesem einen Hobby. Der Maschinenbauingenieur kaufte hochwertige Mikroskope oder Einzelteile, baute qualitativ erstklassige Geräte zusammen oder experimentierte an seinen Wissenschaftsmikroskopen. Aus Zeitgründen will sich Ralph Pläsier jetzt von zwei Exemplaren seiner Sammlung trennen und diese über eine HNA-Kleinanzeige verkaufen.

Präzisionsgeräte einer weltberühmten Firma

Beide Mikroskope stammen aus den Werkstätten von Carl Zeiss, eine der führenden Firmen, wenn es um präzisionsgeschliffene optische Gläser geht. Es sind binokulare Mikroskope, die eine entspannte Betrachtung mit beiden Augen ermöglichen. Eines ist ein Auflichtmikroskop: Es ermöglicht das Betrachten von Oberflächen ohne besondere Vorbereitung. „Man schiebt das gewünschte Objekt auf die Bühne, wählt eine Vergrößerung aus – und schon kann man sich in die Betrachtung eines Mikrokosmos vertiefen“, sagt der Bauingenieur. Das Mikroskop ermöglicht maximal eine Vergrößerung um das 1260-fache, stufenweise über fünf Objektive mit unterschiedlichen Vergrößerungsgraden. Die Objektive sind Planobjektive, die auch in den Randbereichen gestochen scharf abbilden. Auf einen Tubus kann über einen Adapter eine Foto- oder Videokamera aufgesetzt werden. Der Objekttisch ist in zwei Ebenen verstellbar. Ein Filterhalter ermöglicht den Einsatz von Spezialfiltern. „Will man beispielsweise die Struktur von Kristallen klar erkennen, muss das Licht durch einen Polfilter geleitet werden“, sagt Ralph Pläsier. Eine Halogenlampe sorgt für eine gleichmäßige, flackerfreie Ausleuchtung. Die Intensität kann über einen Transformator stufenlos reguliert werden. Das Hochleistungsmikroskop kann mit wenig Aufwand auch für Durchlichtverfahren eingesetzt werden. Die Lichtquelle von unten ist bereits installiert, lediglich die Objektive müssen nachgerüstet werden.

Bildergalerie

HNA-Markt: Zeiss-Mikroskope

Auch das zweite Mikroskop aus der Sammlung von Ralph Pläsier stammt aus dem Hause Zeiss. Das Durchlichtmikroskop hat vier planoptisch geschliffene Präzisionsobjektive mit einer Vergrößerung von 25 bis 1000 Millimeter. Einige Exemplare behält der Ingenieur: „Die habe ich selbst zusammengetüftelt“, sagt er. (zip)

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