Gruppe aus Nordhessen diskutierte im Landwirtschaftsministerium in Berlin

Nur kleinere Höfe fördern

Gegen die Konzentration in der Landwirtschaft: Mitglieder der Reisegruppe aus Nordhessen kritisierte im Berliner Ministerium das Höfesterben und dass dadurch landwirtschaftliche Betriebe immer größer werden. Foto: dpa

Baunatal/Berlin. Von wegen Ferienzeit und im politischen Berlin ist nichts los. Dies erfuhren 48 Bürger aus dem Wahlkreis von Bundestagsabgeordnetem Ullrich Meßmer (SPD) während ihrer Reise in die Bundeshauptstadt.

In einem Gespräch im Paul-Löbe-Haus informierte Meßmer, auf dessen Einladung die Gruppe nach Berlin kam, über seine Arbeit im Deutschen Bundestag, die wegen der bevorstehenden Sitzungen des Untersuchungsausschusses zum Euro-Hawk auch in der Sommerpause fortgesetzt wird.

Weitere Themen waren der bevorstehende Bundestagswahlkampf, die Rentenerhöhung mit der Angleichung von Ost- und Westrenten sowie das Bildungssystem.

Bei einem Informationsgespräch im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erfuhren die Teilnehmer, dass die Ausgaben für Nahrungsmittel in Deutschland pro Person im Vergleich zu anderen europäischen Ländern relativ gering sind. Das große Angebot an Billigprodukten habe dazu geführt, dass die Wertschätzung für Lebensmittel verloren geht und viele Nahrungsmittel weggeworfen würden.

Kritisiert wurde von Teilnehmern, dass die landwirtschaftlichen Betriebe weniger, aber immer größer würden. Hier wäre es angezeigt, dass die Fördermittel auf kleinere Betriebe begrenzt und regionalisiert würden, hieß es aus Gruppe der Nordhessen.

Im Auswärtigen Amt wurden die Besucher über die Aufgaben des Hauses informiert. Hierzu gehören neben der Pflege von diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Ländern auch Hilfestellungen bei Problemen von Deutschen im Ausland. Das Auswärtige Amt verfügt über 6000 Mitarbeiter, wovon etwa 2000 in Berlin arbeiten, die übrigen sind in 155 Auslandsvertretungen tätig.

Auf Nachfrage aus der Gruppe erläuterte der Referent, dass Voraussetzung für die Arbeit im Ausland die englische und eine zweite UN-Sprache ist. In den jeweiligen Ländern stehen auch Übersetzer zur Verfügung. Alle drei bis vier Jahre erfolgt eine Versetzung auf einen anderen Dienstposten.

Eine dreistündige Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt rundete den Besuch der Nordhessen ab. (mic)

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