Arbeitskreise ziehen Zwischenbilanz

Klimaschutzkonzept für Gemeinde Kaufungen

Verkehr soll sauberer werden: Peter Dangelmeyer präsentiert einen elektrisch betriebenen Kleinlaster der Kommune Niederkaufungen. Foto: Dilling

Kaufungen. Bis 2030 will Kaufungen klimaneutral werden. Das ist ein sportliches Ziel. Es reiche deshalb nicht, auf der Erzeugerseite für mehr saubere Energie zu sorgen, sondern es müssten auch die Einsparpotenziale ausgeschöpft werden, sagt Peter Dangelmeyer.

Er erstellt für die Gemeinde ein Klimaschutzkonzept. Das Thema Energieeinsparung wird, Donnerstag, während der Klimaschutzwerkstatt in der Haferbachhalle (Beginn: 18 Uhr) auf den Tisch kommen, wenn die Vertreter der fünf Klimaschutz-Arbeitskreise, die im Oktober 2012 ihre Arbeit aufgenommen haben, mit Experten, Geschäftsleuten und weiteren interessierten Bürgern diskutieren.

Auf den Energieverbrauch habe die Gemeinde wenig Einfluss, deshalb sei „die intensive Beteiligung der Bürger nötig“, sagt der Energie- und Klimaschutzberater Dangelmeyer. Er hat beispielsweise unwirtschaftliche Heizungen im Visier. Ein Drittel in Kaufungen sei bereits älter als 25 Jahre. Mit einer modernen Anlage ließen sich etwa zehn Prozent Energie sparen. Das Sparpotenzial sei noch größer, wenn Hausbesitzer Sonnenkollektoren auf dem Dach installieren. In Kaufungen seien das noch zu wenige, sagt Dangelmeyer.

Eventuell finanzielle Anreize

Als „schwierigstes Thema“ bezeichnet der Energieberater die energetische Sanierung von Häusern. „Das ist ein Riesenklotz“, sagt er. Viel zu wenige Hausbesitzer entschieden sich dazu, ihre Gebäude zu dämmen. Wenn es der Gemeinde nicht gelinge, Bewegung in diesen Bereich zu bringen, werde man das – im Sektor Wärmeverbrauch ohnehin kaum erreichbare – Klimaziel deutlich verfehlen. Die Gemeinde müsse sich möglicherweise Gedanken über finanzielle Anreize machen. „Es ist offensichtlich, dass die bisherige Förderung nicht ausreicht“, sagt Dangelmeyer.

Neben Energieerzeugung, Energieeinsparung in Gewerbe, Industrie und privaten Haushalten haben Dangelmeyer und die fünf ehrenamtlich besetzten Arbeitskreise auch den Verkehr in Kaufungen im Visier. Er habe analysiert, dass zwei Drittel aller Wege in der Losse-Gemeinde mit dem Auto zurückgelegt würden (Stand 2008), sagt der Energieberater. Da könne man beispielsweise durch öffentliche Zubringerbusse gegensteuern, die Bewohner des Ortsrands zu den Regiotram-Haltestellen bringen. Im Bereich der Stromversorgung ist Dangelmeyer optimistisch, das Klimaschutzziel zu erreichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.