Känguru-Wettbewerb: Gesamtschüler aus Fuldatal lösten knifflige Mathematik-Aufgaben

Der Knatsch mit Knuts Knete

Freude an der Mathematik: 35 Schüler der Gesamtschule Fuldatal nahmen am Känguru-Wettbewerb teil und freuten sich gemeinsam mit Schulsieger Timm Reinhard (vorn Bildmitte), Lehrerin Silvia Krug und Schulleiterin Christine Saure (hinten rechts) über ihre Urkunden. Foto: Sommerlade

Fuldatal. Das war gar nicht nett. Die Zahlen, die Knut aus Knete geformt hatte, zerschnitt seine kleine Schwester kurzerhand mit einem Messer. Aus den Zahlen 0, 1, 3, 6, 9 entstanden so viele kleine Teile und für die Schüler der Gesamtschule Fuldatal eine knifflige Mathematik-Aufgabe zum Nachdenken: Bei welcher Zahl erhält man mit einem einzigen Schnitt die höchste Anzahl von Teilen?

Der Geschwister-Streit war eine der Aufgaben des Wettbewerbs „Känguru der Mathematik“, der deutschlandweit einmal jährlich stattfindet. Der Känguru-Wettbewerb wird zentral durch den Verein Mathematikwettbewerb Känguru mit Sitz an der Humboldt-Universität zu Berlin vorbereitet und ausgewertet.

Den außergewöhnlichen Namen hat dieser Wettstreit zu Ehren der Erfinder aus Australien erhalten, denn von ihnen kommt die erfolgreiche Idee der Multiple Choice- Form und der Art der Aufgaben.

An dem freiwilligen Wettbewerb beteiligten sich erstmalig auch 35 Schüler der Gesamtschule Fuldatal. Sehr zur Freude von Mathematiklehrerin Silvia Krug. „Es ist schön, dass sich so viele Schüler freiwillig den Matheaufgaben und der Wettbewerbssituation gestellt haben“, so die Pädagogin. „Das liegt sicher auch am gelungenen Konzept des Wettbewerbs.“

Breites Spektrum

Mit dem Känguru-Wettbewerb soll nämlich die Freude an der Mathematik gefördert werden. „Die Aufgaben sind nicht zu schwer, aber sehr anregend“, so Krug. Zudem sei das Spektrum der Aufgaben so

breit, dass jeder Schüler etwas findet, was sich lösen lässt und dabei noch Spaß macht. „Durch das Multiple-Choice Verfahren fällt auch das Begründen der Antwort weg, so dass die Schüler befreiter an die Aufgaben gehen.“

Timm Reinhard legte besonderes Engagement an den Tag. Der Sechstklässler wurde nicht nur Schulsieger, sondern auch Gewinner des dritten Preises im gesamtdeutschen Wettbewerb. „Das hat richtig Spaß gemacht, weil man nicht nur rechnen, sondern auch ein wenig knobeln musste“, freute sich Timm. Angetan vom Känguru- Wettbewerb war auch Christine Saure. „Das ist ein Wettstreit, der dem allgemeinen Mathematik-Wettbewerb entgegensteht und bei dem am Ende alle Sieger sind. Jeder Schüler erhält eine Urkunde und einen Preis.“

Von Martina Sommerlade

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