Kneipenparty, Buden und Bühne

Ersatz für Baunataler Stadtfest: Kleine Veranstaltung geplant

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Das wird es nicht geben: Ein Blick auf die bunten Leuchtreklamen der Fahrgeschäfte, die in der Vergangenheit zum Baunatal Stadtfest gehörten. Der Vergnügungspark befand sich stets auf der Langenbergwiese.

Baunatal. Kneipenfest, Seniorennachmittag, kleineres Programm mit nur einer Bühne auf dem Marktplatz, Buden auf dem Europaplatz, verkaufsoffener Sonntag – das sind jetzt Stichworte für eine kürzere Veranstaltung statt des gekippten Stadtfestes Baunatal.

Es sollte vom 9. bis 12. Mai laufen. Zudem gibt es politischen Streit um die Absage.

Auf Kritik der CDU, dass man mit Kulturgut so nicht umgehen dürfe, kontert das SPD-geführte Rathaus: Das Fest sei ja gar nicht abgesagt, es falle wegen mehrerer Baustellen im Stadtzentrum, was Platzmangel und Sicherheitsprobleme bewirke, lediglich kleiner aus. Auch wehrt sich Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) gegen den CDU-Vorwurf, er selbst oder das Rathaus habe das Fest gekippt.

Schaub verweist auf das ehrenamtlich tätige Kuratorium Stadtfest, dessen Geschäfte allerdings seit vielen Jahren im Rathaus geführt werden. Dieses Vereinskuratorium hatte fürs Stadtfest geplant, wobei immer mehr Probleme durch bestehende und geplante Baustellen wie Rathaus, alte Post, Friedrich-Ebert-Allee und neues Polizeirevier auftauchten.

Laut Schaub folgte der Antrag an den Magistrat, dass man von der Stadt 20.000 Euro mehr als die bisher pro Jahr gewährten 30.000 Euro benötige, um überhaupt etwas auf die Beine zu stellen, da wegen Platzmangels Einnahmen durch Fahrgeschäfte und Stände wegfielen, man eine Bühne als Ersatz für die Rathaustreppe brauche. Das habe der nichtöffentlich tagende Magistrat abgelehnt und ein neues Konzept für 2014 gefordert. Schaub betont: „Das Kuratorium ist auf uns zugekommen.“

Fakt ist: Es wird keinen Vergnügungspark auf der Langenbergwiese geben, kein Festzug wird losziehen, die Ausdehnung der Ersatzveranstaltung wird erheblich geringer sein als die des alten Stadtfestes.

Manfred Schaub

Die von vier auf zweieinhalb Tage verkürzte Veranstaltung vom 10. bis 12. Mai solle sich auf Markt- und Europaplatz abspielen, sagt Dirk Wuschko, Geschäftsführer des mitorganisierenden Stadtmarketings. Für Freitagabend sei an ein Kneipenfest mit Bands drinnen gedacht. Details sollten nun verhandelt werden. Auch will Wuschko prüfen, was von den bisherigen Stadtfest-Plänen übernommen werden kann.

Laut Bürgermeister Schaub soll auch der freitägliche Seniorennachmittag bleiben, ebenso ein Empfang für geladene Gäste in der Kasseler Sparkasse.

Das Kuratorium hatte vorige Woche bekanntgegeben, dass „in diesem Jahr kein Stadtfest traditioneller Prägung durchgeführt werden“ könne. Weiter hieß es in der Mitteilung, dass man dennoch den beteiligten Vereinen und Firmen ein Forum bieten wolle und daher einen „kleineren Event auf dem Markt- und Europaplatz“ prüfe. Von einem abgespeckten Stadtfest war nicht die Rede. Rathauschef Schaub räumt ein, die Absage des großen Festes sei im Einvernehmen mit der Stadt erfolgt. Schaub: „Wir waren beteiligt.“

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