Knotenpunkte für Unfälle: Zwei Unglücke auf A44 und A7 in zwei Tagen

Kreis Kassel. Auf der A 44 zwischen Zierenberg und Kassel und auf der A 7 zwischen Guxhagen und Kassel hat es in den vergangenen zwei Tagen jeweils einen Unfall gegeben.

Insgesamt wurden zwei Autofahrer und ein Lastwagenfahrer schwer verletzt.

Spuren falsch eingeschätzt

Wie die Autobahnpolizei berichtete, hatte sich bei dem Auffahrunfall am Dienstagabend ein 35-Jähriger aus Peine (Niedersachsen) beim Spurenwechsel verschätzt und war in einen Sattelzug gefahren. Er und sein 32-jähriger Beifahrer verletzten sich bei dem Unfall schwer und wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Schaden von 19 000 Euro. Die A 44 in Richtung Kassel war gesperrt, woraufhin ein fünf Kilometer langer Stau entstand.

Kurzzeitig unaufmerksam

Ein weiterer Auffahrunfall hat sich laut Polizei gestern Morgen gegen 8.50 Uhr auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Guxhagen und Kassel-Süd ereignet. Innerhalb eines Baustellen-Staus ist ein 63-jähriger bulgarischer Fahrer eines Sattelzuges vermutlich durch Unaufmerksamkeit auf einen stehenden Lastwagen aufgefahren. Dabei wurde der bulgarische Fahrer im Führerhaus eingeklemmt und ist dabei schwer verletzt worden. Der 49-jährige Lastwagenfahrer aus Slowenien blieb unverletzt. Einsatzkräfte und ein Notarzt aus Kassel brachten den Verletzten mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus. Bis etwa 9.40 Uhr war die A 7 in Richtung Kassel während des Hubschrauber-Einsatzes voll gesperrt. Der Verkehr staute sich auf etwa acht Kilometern. Die Vollsperrung wurde gegen 11.20 Uhr aufgehoben. Der Schaden beträgt knapp 40.000 Euro.

Schwerer Unfall mit Lastwagen: A7 war Richtung Kassel voll gesperrt

Knotenpunkt für Unfälle

Ohne tödliche Verletzungen sind längst nicht alle Unfälle auf der A7 zwischen Guxhagen und Kassel abgelaufen. Bei einem schweren Unfall am 12. Juli 2016, in den vier Lastwagen, ein Wohnmobil und ein Auto verwickelt waren, starben drei Menschen aus Niedersachsen.

Der Unfallverursacher, ein 50-jähriger Lastwagenfahrer aus Tschechien, ist laut Kerstin Nedwed, stellvertretende Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Kassel, mittlerweile angeklagt worden. Ihm wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. „Anhand der Bremswege und Unfallspuren konnte man erkennen, dass der Lastwagenfahrer früher hätte abbremsen müssen und so die schlimmen Folgen verhindern können“, sagt Nedwed.

Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Freiheitsstrafe für fahrlässige Tötung kann bis zu fünf Jahre betragen.

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