Oldtimerfans präsentierten 120 BMW Isettas sowie 600er- und 700er-Modelle in Kassel und Umgebung

Knutschkugeln rollten im Korso

Autokorso: Die Fußgänger in Kassels Innenstadt staunten nicht schlecht, als 120 Isettas sowie BMW-600er und -700er-Modelle durch die Königsstraße rollten. Die Polizei und die KVG führten den Korso an. Fotos: S.Dilling

Kassel/Nieste. Bereits vor einer Woche versammelten sich Hunderte BMW-Isetta-, BMW-600er und BMW-700er-Fans zum 35. internationalen Isetta-Clubtreffen auf dem Sensenstein. Am Samstag nun fuhren die Oldtimer-Enthusiasten aus Schweden, Österreich, der Schweiz und Deutschland mit ihren nur 2,3 Meter langen Kleinstwagen durch Kassel und Umgebung.

Über die Sababurg und den Herkules rollte der Korso bis auf die Königsstraße in Kassels Innenstadt. Schließlich fanden jedoch alle Knutschkugeln wieder ihren Weg auf den Sensenstein.

Zwischen all den bunten Flitzern fiel eine rot-weiße Isetta mit einem Accessoire besonders auf: Die Skier, die an dem Kultauto aus dem Jahr 1956 befestigt waren, sind sogar noch etwa zehn Jahre älter als Wagen selbst, erklärten Karin und Uwe Dietrich. „Mit 17 Jahren war es mein Traum, eine Isetta zu fahren“, sagte Dietrich. „20 Jahre später habe ich mir meinen Traum erfüllt. Es war ein Unfallwagen“, sagte er. Zweieinhalb Jahre, viel Arbeit und einige Tausend Mark später war der Oldtimer vollständig restauriert. Zu dem Motorcoupé gebe es eine ganz besondere Beziehung. „Irgendjemand in der Familie hatte immer eine Isetta. Deshalb ruft sie bei vielen Menschen schöne Erinnerungen ins Gedächtnis“.

Fahren nicht gerade Dutzende Isettas anlässlich eines Treffens durch die Gegend, sieht man sie nur selten auf der Straße. Die Dietrichs wissen warum: „Sie hat keine Knautschzone, keine Airbags, sehr wenig Stauraum und auch kein Luxuszubehör. Gerade das ist aber das Schöne an dem Wagen. Es ist pure, nackte Technik.“ Die Isetta überzeuge auch mit anderen Punkten. Klappt man das Faltdach hoch, habe man ein Cabrio für wenig Geld, schwärmte Karin Dietrich. Und die Parkplatzsuche sei ein Kinderspiel.

Von Sebastian Dilling

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