Der Fuldabrücker Gerd Betz legte bei zehntägiger Pilgerreise über 320 Kilometer zurück

Zu Fuß zum Kölner Dom

Endlich angekommen: Nach 320 Kilometern zu Fuß erreichte Gerd Betz nach zehn Tagen den Kölner Dom. Foto: Büntig

Fuldabrück. Zu Fuß von Fuldabrück zum Kölner Dom – diese Pilgertour hat der Fuldabrücker Gerd Betz im Juli unternommen. Sie führte ihn von den Kirchen in Denn- und Dittershausen über Fritzlar, Bad Wildungen und Marburg durch den Keller- und Burgwald und anschließend über den Jakobsweg/Elisabethpfad bis zum Kölner Dom.

Insgesamt legte der ehemalige Berufsoffizier dabei in zehn Tagen 320 Kilometer zurück. Es ist bereits seine dritte Pilgerreise.

Diesmal pilgerte der kirchengeschichtlich Interessierte auf den Spuren des Heiligen Jakobus, wobei es ihm aber vor allem auch darum ging, die eigene Heimat näher kennen zu lernen.

Gedanken schweifen lassen

„Die Zeit allein unterwegs, raus aus dem Alltag, bot mir in herrlicher Natur wieder reichlich Gelegenheit, die Gedanken schweifen zu lassen und dabei auch hessische Geschichte an historischen Orten nachzuempfinden. Das gelingt am besten zu Fuß“, resümiert Betz. Da er ungeplant pünktlich zur Sommerhitzewelle startete, war die körperliche Belastung größer als in den Vorjahren. „Wieder zu Hause musste ich meiner Frau versprechen, in Zukunft mit meinen Kräften etwas verantwortungsvoller zu haushalten“, erklärt Betz. „Für die Vorbereitung habe ich verstärkt das Internet genutzt“, erinnert er sich und bedauert, dass es schwierig sei, an gute Wanderkarten zu kommen.

Trotz dieser Vorbereitungen und mit Bundeswehrkompass – jedoch ohne Navi – verlief sich der Naturfreund auf den „Hainscher Höhen“ so hoffnungslos, dass er bereits mit dem Gedanken spielte, dort sein Nachtlager aufzuschlagen. Aber dank eines freundlichen Försters mit Orientierungssinn kam es dazu dann doch nicht. Weitere nette Menschen, wie der Pfarrer in Oberrosphe, trugen dazu bei, auch diese Pilgertour zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. „Ein gebuchtes Quartier blieb mir verschlossen und der Pfarrer rettete mich mit einer Matratze im evangelischen Gemeindehaus“, erzählt Betz dankbar.

Vorträge zur diesjährigen und den früheren Pilgertouren wird Betz ab Ende November in Kirchen und für Vereine halten. Statt Eintritt und Honoraren bittet er um Spenden für gemeinnützige Zwecke in der eigenen Gemeinde. (pbü)

Kontakt:betzgerd@googlemail.de

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