König von Preußen: Mehr als 40 freiwillige Helfer

Dachziegel-Nachschub: Wilfried Queiser (von links), Jürgen Scholz und Gerd Vogelsang packten auch kräftig mit an.

Helsa. Es geht voran: Am Wochenende ist das Dach des „König von Preußen" rechtzeitig vor dem nahenden Winter neu gedeckt worden. Mehr als 40 freiwillige Helfer waren beteiligt.

„Wir sind eine großartige Gemeinschaft, jeder will dabei sein“, sagte Architekt Jürgen Scholz, der die Sanierung des ehemaligen Landgasthofs in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins Denkmalpflege leitet. Der gemeinnützige Verein hatte das Anwesen und den Veranstaltungssaal vor zwei Jahren erworben, um mit dessen Sanierung und der anschließenden Verpachtung ein Stück Heimat und zukünftiges Lebens im Ortskern zu erhalten.

Auf der Baustelle herrschte am Samstag enorm viel Betrieb: Unentwegt schleppten die Helfer Dachziegel an, die mit einem Förderband auf das Dach transportiert und in luftiger Höhe zügig verlegt wurden. Auch Jürgen Scholz war sich nicht zu schade, ganz oben Hand mit anzulegen oder selbst auch für den Nachschub von Dachziegeln zu sorgen.

Mit von der Partie beim Großeinsatz am Wochenende waren auch Kommunalpolitiker der Gemeinde Helsa, unter anderen Gerhard Schneider (SPD), Matthias Annacker und Andreas Schlaak (beide CDU), die auch bei Aufräumungs- oder Reinigungsarbeiten und dringenden Arbeiten in der Saaltoilette aktiv waren. Fleißige Frauen aus dem Dorf sorgten während der Frühstückspausen für belegte Brote und Kaffee.

Nach der Eindeckung sollen in den nächsten Wochen noch Feinarbeiten am Dach folgen, damit das Regen- und Tauwasser geordnet in den Kanal ablaufen kann.

Man komme Schritt für Schritt voran, sagte der Vereinsvorsitzende, aber für den Weiterbau und die für 2016 geplante Fertigstellung des Projekts fehle zurzeit das Geld. Der Verein erwarte laut Jürgen Scholz einen Zuschuss in Höhe von 35 000 Euro aus dem Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen zu den Planungskosten und hoffe auch auf eine nachhaltige Förderung durch die Deutsche Denkmalstiftung.

„Wir sind außerdem auf zusätzliche Geldspenden und die Unterstützung durch heimische Handwerksfirmen angewiesen“, sagte Scholz. Dann erst könne es mit der Außenfassade und den Fenstern weitergehen, das marode Tragwerk des Gebäudes ertüchtigt werden und der Ausbau innen beginnen.

Als eminent wichtig bezeichnete der Vorsitzende die vertragliche Vereinbarung mit der Gemeinde Helsa: Die monatliche Nutzungspauschale von 2000 Euro sei für den Verein auch im Hinblick auf die Refinanzierung des Immobilienerwerbs unverzichtbar, sagte Scholz.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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