„König von Preußen“ wird fein gemacht

Schneiden Lehmziegel zu: Heinrich Barchfeld (von links), Ingo Schmidt und Frank Bartram. Foto:  Dilling

Helsa. Um ein historisches Gebäude zu erhalten, müssen manchmal ehrenamtliche Helfer anpacken. So, wie in Helsa. Da wird derzeit das alte Gasthaus "König von Preußen" erneuert.

Die Baustelle sieht wüst aus, Staub wabert durchs freigelegte Gebälk und Fußböden, Stahlstützen halten Holzbalken - ein Knochenjob für die etwa 20 Freiwilligen des Vereins für Denkmalpflege in Helsa. Die Arbeiten im maroden, denkmalgeschützten Gasthof „König von Preußen“ in Helsa laufen auf Hochtouren. Das Ziel des Vereins: Das Fachwerkhaus soll bis Wintereinbruch ein festes Ziegeldach erhalten.

Doch die Dachpfannen sind schwer, sie bringen nach Schätzung von Jürgen Scholz, Vorsitzender des Vereins, um die 15 Tonnen auf die Waage. „Daher müssen wir jetzt die Statik des Gebäudes ertüchtigen.“ Mit Lehm und Stroh wird gemauert. Der Lehmschlag der Fußböden wird aufgearbeitet und wieder eingebaut.

Fotos vom Umbau

Arbeiten auf der Baustelle des "Königs von Preußen" in Helsa

Gut eineinhalb Jahre arbeiten sie schon auf der Baustelle, wo es auch unangenehme Überraschungen gab: „Es ist mehr kaputt, als wir dachten“, sagt Scholz. Die bisher geleisteten rund 6000 Arbeitsstunden sind umgerechnet etwa 180.000 Euro wert. 30.000 Euro Spenden und 10.000 Euro von der hessischen Denkmalpflege sorgen dafür, dass es auf der Baustelle weitergeht. 2015 werde man einen Antrag auf Dorferneuerungsmittel stellen und dann soll ein Pächter in die Gaststätte einziehen.

www.koenigvonpreussen-helsa.de

Von Peter Dilling

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