Anders als Ison ist dieser Schweifstern am Himmel zu sehen

Komet heißt Lovejoy

Derzeit am Himmel zu sehen: Der Komet Lovejoy in 59 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde. Foto: Gerstheimer/nh

Fuldatal/Habichtswald. Über den Kometen Ison sei in jüngster Zeit viel berichtet worden. „Wenig beachtet steht jedoch zur Zeit ein weiterer Schweifstern am Himmel, der Komet Lovejoy.“ Darauf weist Ralf Gerstheimer von der Volkssternwarte Rothwesten hin.

Anders als Ison, der gerade hinter der Sonne verschwunden sei, könne Lovejoy in unserer Region theoretisch die ganze Nacht über beobachtet werden, sagt Gerstheimer. Jedoch mache die geringe Horizonthöhe mit dem auftretenden Dunst/Bodennebel eine Beobachtung um Mitternacht sehr schwierig. Dagegen könne der Komet am frühen Abend und besonders gut morgens kurz vor der Dämmerung beobachtet werden.

„Abends steht er in der Nähe des Großen Wagens tief im Westen, morgens ist er hoch im Osten zu sehen“, sagt Gerstheimer, der Lovejoy am Mittwoch zwischen 5 und 7.30 Uhr an seinem Wohnort Dörnberg mit einer speziellen Digitaltechnik aufnahm. Das Bild zeigt deutlich die grünliche Koma, die Wolke aus Gas und Partikeln um den Kometenkern.

Am heutigen Freitag zeige eine gedachte Linie zwischen den ersten beiden Deichselsternen des Großen Wagens in Richtung des Kometen, der sich schnell weiterbewege. Lovejoy – 59 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und mit 150 000 km/h unterwegs – sei als rundlicher Nebelfleck mit leichtem Schweifansatz mit einem Feldstecher auszumachen, sagt Ralf Gerstheimer.

Und weist darauf hin, dass die Volkssternwarte Rothwesten die Woche ab Montag, 2. Dezember, früh morgens geöffnet ist, „sollte sich Ison wie erhofft, zu einem großen Kometen entwickeln“. Voraussetzung sei ein wolkenfreier Himmel. (mic)

Kontakt Volkssternwarte, Rothwesten Tel. 0 56 07/77 12, Angelika Spitzer-Klinger.

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